Zusammenfassung
In dem Artikel beschreibe ich meine persönlichen Erfahrungen, die ich als Psychologe
und Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ in sechs Projekten gesammelt habe. Menschen
in Kriegs- und Krisenregionen leiden unter vielfältigen psychischen Beschwerden, die
sich mit den uns vertrauten Diagnosesystemen nicht immer ausreichend erfassen lassen.
Das Leben in Armut und ständiger Bedrohung sowie andere kulturelle Horizonte beeinflussen
die Ausformung und Intensität psychischer Beschwerden. Glaube, Religion und subjektive
Sinnhaftigkeit sind unter den Bedingungen von Gewalt, Krieg und Armut bedeutende Stabilitätsfaktoren.
Summary
This article is about my personal work experience as a psychologist and employee of
Doctors Without Borders. Populations affected by war and violence suffer under various
mental symptoms. Our customary diagnostic systems do not always cover these complaints.
Life in poverty and under constant threat, as well as cultural influences seem to
shape psychological symptoms. Religion, believe and meaningfulness are important resources
for mental stability under extreme life conditions of war, poverty and violence.
Schlüsselwörter
Krieg - Diagnosen - kulturelle Einflüsse - Stress - Counselling - Religion - Sinn
Keywords
War - diagnosis - cultural bound syndromes - stress - counselling - religion - meaning