Arthritis und Rheuma 2017; 37(05): 307-314
DOI: 10.1055/s-0037-1618437
Kinderorthopädie
Schattauer GmbH

Möglichkeiten der Wachstums-lenkung

Article in several languages: deutsch | EnglishM. Rupprecht1, 2, K. Ridderbusch1, 2, A. S. Spiro1, 2
  • 1Abteilung für Kinderorthopädie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg
  • 2Klinik für Orthopädie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg
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Publication Date:
28 December 2017 (online)

Zusammenfassung

Klassiker der Wachstumslenkung ist die Blountklammerepiphyseodese bei zugrunde liegendem X- oder O-Bein. Mittlerweile existiert eine deutlich größere Bandbreite, die Indikationen reichen von posttraumatischen Achsdeformitäten der Arme, über den juvenilen Hallux valgus bis hin zur kindlichen Skoliose. Grundvoraussetzung jeder wachstumslenkenden Therapie ist ein ausreichendes Restwachstum. Um den bestmöglichen Zeitpunkt der Therapie festzustellen, müssen exakt das Ausmaß der Deformität und das sogenannte Skelettalter des Patienten bekannt sein. Wird die Epiphyseodese zu früh vorgenommen, also sind die Wachstumsfugen nach erfolgter Korrektur und Material-entfernung noch weit offen, kann es zu einem Rebound der Deformität kommen. Wird der Eingriff zu spät durchgeführt, reicht das Restwachstum nicht aus, die Deformität vollständig zu korrigieren.