Zusammenfassung
Es wurde untersucht, ob bei der 131J-Hippuran-Untersuchung der Nieren mit einer Gammakamera eine Untergrundkorrektur
der Renogramme für die quantitative, seitengetrennte Funktionsbeurteilung notwendig
ist.
In Anlehnung an die C.A.B.B.S.-Renographie nach Britton und Brown, die für die Untersuchung
mit Sonden entwickelt wurde und auf der Vorinjektion von 131J-Albumin basiert, wurde eine ähnliche Methode für die 131J-Hippuran-Kamera-Funktionsszintigraphie entwickelt, die auf der Vorinjektion von
113mIn aufbaut.
Um den klinischen Wert dieser Methode zu überprüfen, wurde bei 60 Patienten die seitengetrennte
Nierenfunktion - sowohl als %-Wer t der Gesamtfunktion als auch als Einzelclearance
- aus der 2. Phase der Kamera-Nephrogramme gleichzeitig nach 3 verschiedenen Methoden
bestimmt:
(1) aus den Renogrammen nach C.A.B.B.S.-Korrektur;
(2) aus den Renogrammen nach der einfacheren Untergrundkorrektur mit der Methode nach
Oberhausen; und
(3) aus den Steigungen der Renogramme ohne Untergrundkorrektur.
Der Vergleich der Ergebnisse zeigte eine enge Korrelation für alle Methoden untereinander
mit Korrelationskoeffizienten besser als 0,96. Die Gradienten-methode ohne Untergrundkorrektur
war jedoch mit einem systematischen Fehler verbunden, der maximal etwa 15 % bei funktionslosen
Nieren betrug. Andererseits wurde keine systematische Abweichung zwischen der C.A.B.B.S.-Methode
und der Methode nach Oberhausen beobachtet.
The authors studied the effects of corrections for background of the renograms on
the quantitative evaluation of individual renal function, when a gamma camera is used
for the 131I-Hippuran study of the kidneys. Using a pre-injection of 113mIn, a method
of background correction was developed for the camera study similar to the C.A.B.B.S.
correction proposed by Britton and Brown for use in renography with probes.
In order to test the clinical value of the method, individual renal function was determined
- as %-value of total function as well as individual clearance - from the second phase
of the camera renograms in 60 patients, using 3 different methods simultaneously:
(1) from the C.A.B.B.S.-corrected renograms;
(2) from the renograms, background-corrected by the simpler method of Oberhausen;
and
(3) from the gradients of the renograms without background correction.
A comparison of the results showed a close correlation between all methods with correlation
coefficients better than 0.96. However, the gradients method without background correction
produced a systematic error with a maximal value of about 15 % in patients with a
non-functioning kidney on one side. On the other hand, no systematic differences were
observed between the results of the C.A.B.B.S.-method and those of the simpler method
of Oberhausen.