Summary
Aim of the present study was to investigate the feasibility of 2-[fluorine-18]-fluoro-2-deoxy-D-glucose
(FDG) imaging in oncological patients with a dual head gamma camera modified for coincidence
detection (MCD). Methods: Phantom studies were done to determine lesion detection at various lesion-to-background
ratios, system sensitivity and spatial resolution. Thirty-two patients with suspected
or known malignant disease were first studied with a dedicated full-ring PET system
(DPET) applying measured attenuation correction and subsequently with an MCD system
without attenuation correction. MCD images were first interpreted without knowledge
of the DPET findings. In a second reading, MCD and DPET were evaluated simultaneously.
Results: The phantom studies revealed a comparable spatial resolution for DPET and MCD (5.9
× 6.3 × 4.2 mm vs. 5.9 × 6.5 × 6.0 mm). System sensitivity of MCD was less compared
to DPET (91 cps/Bq/ml/cmF0V vs. 231 cps/ Bq/ml/cmFOv). At a lesion-to-background ratio
of 4:1, DPET depicted a minimal phantom lesion of 1.0 cm in diameter, MCD a minimal
lesion of 1.6 cm. With DPET, a total of 91 lesions in 27 patients were classified
as malignant. MCD without knowledge of DPET results revealed increased FDG uptake
in all patients with positive DPET findings. MCD detected 72 out of 91 DPET lesions
(79.1 %). With knowledge of the DPET findings, 11 additional lesions were detected
(+12%). MCD missed lesions in six patients with relevance for staging in two patients.
All lesions with a diameter above 18 mm were detected. Conclusion: MCD FDG imaging yielded results comparable to dedicated PET in most patients. However,
a considerable number of small lesions clearly detectable with DPET were not detected
by MCD alone. Therefore, MCD cannot yet replace dedicated PET in all oncological FDG
studies. Further technical refinement of this new method is needed to improve image
quality (e.g. attenuation correction).
Zusammenfassung
Ziel dieser Studie war der Vergleich einer modifizierten, koinzidenzfähigen Doppelkopf-Gammakamera
(MCD) mit einem dedizierten Vollring-Positronenemissionstomographen (DPET) zur PET
mit 2-[18Fj-Fluor-2-Deoxy-D-Glukose (FDG) bei onkologischen Patienten. Methodik: Mittels Phantomstudien wurden Herderkennbarkeit, Systemsensitivität und räumliche
Auflösung für beide Systeme verglichen. Zweiunddreißig Patienten mit gesicherten oder
vermuteten malignen Erkrankungen wurden zunächst mit DPET unter Verwendung einer gemessenen
Schwächungskorrektur untersucht. Im Anschluß erfolgte eine nicht schwächungskorrigierte
MCD-Messung. Die MCD-Schnittbilder wurden zunächst ohne Kenntnis der DPET-Ergebnisse
ausgewertet. In einem zweiten Schritt wurden die DPET-Bilder zur Befundung hinzugezogen.
Ergebnisse: Die Phantomstudien ergaben eine vergleichbare räumliche Auflösung (DPET: 5,9 × 6,3
× 4,2 mm; MCD 5,9 × 6,5 × 6,0 mm). Im Vergleich zu DPET wies MCD eine geringere Systemsensitivität
(91 cps/Bq/ml/cmFOv vs. 231 cps/Bq/ml/cmFOV) auf. Bei einem Herd-zu-Hintergrund-Quotienten
von 4:1 konnte mittels DPET eine Kugel mit einem Durchmesser von 1,0 cm dargestellt
werden, während die kleinste mit MCD abbildbare Kugel einen Durchmesser von 1,6 cm
hatte. Mittels DPET waren 91 malignomtypische Herdbefunde bei 27 Patienten abgrenzbar.
Ohne Kenntnis der DPET-Befunde konnten davon 72 mit MCD nachgewiesen werden (79,1%).
Unter Zuhilfenahme der DPETBefunde wurden elf zusätzliche Herde abgrenzbar (+12%).
Mit MCD wurden Herdbefunde bei sechs Patienten übersehen. Eine klinische Relevanz
hinsichtlich Staging hätte sich hieraus bei zwei Patienten ergeben. Alle malignomtypischen
Herdbefunde mit einem Durchmesser größer als 18 mm waren mit MCD nachweisbar. Schlußfolgerung: FDG-PET mit MCD ergibt zu DPET vergleichbare Ergebnisse bei der Mehrzahl der Patienten.
Allerdings sind eine Reihe eindeutiger DPET-Befunde mit MCD allein nicht abgrenzbar.
Daher kann MCD konventionelles PET derzeit nicht bei allen onkologischen FDG-Untersuchungen
ersetzen. Weitere technische Verbesserungen dieser neuen Methode sind erforderlich,
um die Bildqualität zu erhöhen (zum Beispiel Schwächungskorrektur).
Key words
Fluorine-18 fluorodeoxyglucose - coincidence gamma camera - positron emission tomography
- lesion detection - oncology
Schlüsselwörter
FDG - Koinzidenz Gammakamera - Positronen-Emissions-Tomographie - Herderkennbarkeit
- Onkologie