CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S172
DOI: 10.1055/s-0038-1640305
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Kann die zusätzliche Ballondilatation der Eustachi'schen Roehre (BET) die Ergebnisse einer gleichzeitigen oder nachfolgenden Tympanoplastik verbessern?

S Euteneuer
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
,
A Jappel
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
,
T Albrecht
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
,
I Baumann
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
,
M Praetorius
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
,
PK Plinkert
1  HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Heidelberg, Heidelberg
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. April 2018 (online)

 

Einleitung:

Die Ballondilatation der Eustachi'schen Roehre (BET) wird bei einem breiten Spektrum von Beschwerden und Folgeerkrankungen einer obstruktiven Tubendysfunktion eingesetzt. „Ohrdruck“, bei ansonsten unauffälligen Befunden, und ein Rezidiv-Cholesteatom stellen jedoch offensichtlich unterschiedliche Schweregrade des Erkrankungsbildes dar. Bisher fehlen jedoch Studienergebnisse, die BET Ergebnisse bei Patienten mit den schwerwiegenderen Folgeerkrankungen, welche eine Tympanoplastik erfordern, beschreiben.

Methoden:

Retrospektive Auswertung der Behandlungsunterlagen aller Patienten die von 2011 bis 2015 am Universitätsklinikum Heidelberg die vor, oder zeitgleich mit, einer geplanten Tympanoplastik eine Ballondilatation der Eustachi'schen Roehre erhalten haben. Indikationen zur Tympanoplastik waren Adhaesivprozesse, eine chronisch mesotympanale, sowie die epitympanale Otitis media (Cholesteatom). Vergleich mit einem gematchten, historischen Tympanoplastik-Kollektiv der Klinik.

Ergebnisse:

Im Untersuchungszeitraum erhielten Patienten 123 Patienten im Altern von 7 – 83 Jahren eine Tubendilatation. Davon erhielten 13 Patienten eine synchrone Tympanoplastik, weitere 19 Patienten erhielten zweizeitig eine Tympanoplastik.

Schlussfolgerung:

Weitere prospektive Studien zur synchronen bzw. zweizeitigen BET und Tympanoplastik sind zur Nutzenbeurteilung erforderlich.