CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S223
DOI: 10.1055/s-0038-1640486
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Elektrophysiologische Detektion Elektroden- und Tipfoldovers bei perimodiolären CI-Elektroden

P Mittmann
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
D Arweiler-Harbeck
2  Universität Essen, Essen
,
F Christov
2  Universität Essen, Essen
,
F Hassepass
3  Universität Freiburg, Freiburg
,
S Arndt
3  Universität Freiburg, Freiburg
,
T Wesarg
3  Universität Freiburg, Freiburg
,
R Seidl
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
J Wagner
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
A Ernst
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
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Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. April 2018 (online)

 

Einführung:

Die exakte Positionierung der Cochleaimplantatelektrode in der Scala tympani ist für das zufriedenstellende Hörvermögen unumgänglich. Knickt die Elektrode oder die Spitze der Elektrode ab, führt dies zu einem schlechteren Hörvermögen. Die intracochleäre Lage kann intra- oder postoperativ radiologisch bestimmt werden. Ziel der vorliegenden Studie war es elektrophysiologische Besonderheiten zu identifizieren, die das Abknicken der Elektrode charakterisieren.

Material und Methoden:

In einer retrospektiven Untersuchung wurden Patienten an drei Standorten eingeschlossen, bei denen ein Elektroden- oder Tipfoldover perimodiolärer Elektroden radiologisch identifiziert wurden. Der Umschlagpunkt der Elektrode wurde identifiziert und charakterisiert und die intraoperativ erhobenen Auto-NRTs hinsichtlich Auffälligkeiten evaluiert.

Ergebnisse:

Elektrophysiologische Auffälligkeiten zeigen sich zum einen elektrodenspezifisch und zum anderen hinsichtlich der Richtung des Umschlagpunktens. Voluminöse Elektroden zeigen größere elektrophysiologische Auffälligkeiten, wohingegen schmale Elektroden elektrophysiologisch weniger auffällig sind.

Diskussion:

Die Cochleaimplantatversorgung stellt eine wichtige Größe für die auditorische Rehabilitation sowohl bei bilateraler als auch bei unilateraler Ertaubung dar. Perimodioläre Elektroden können während der Insertion umknicken und so das audiologische Outcome negativ beeinflussen sowie zu Schwindel und Facialiscostimulationen führen. Elektrophysiologisch zeigen sowohl die voluminösen als auch schmale Elektrode Auffälligkeiten. Zu bedenken sind jedoch die Ausdehnung der 'Dead regions' der Spiralganglien.