CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngo-Rhino-Otol 2018; 97(S 02): S310
DOI: 10.1055/s-0038-1640789
Poster
Plastische Chirurgie: Plastic Surgery
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Plastischer Defektverschluss nach Exzision von periaurikulären Hauttumoren

F Kriesche
1  Ameos Klinikum Halberstadt, Halberstadt
,
W Pethe
1  Ameos Klinikum Halberstadt, Halberstadt
,
J Langer
1  Ameos Klinikum Halberstadt, Halberstadt
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. April 2018 (online)

  

Einleitung:

Basalzell- und Plattenepithelkarzinome sind die häufigsten Malignome der Gesichtshaut. Die Operation stellt die Behandlungsmethode der Wahl dar. Nach der histographisch kontrollierten Exzision ist meist eine plastische Defektdeckung z.B. mit lokalen Verschiebe- oder Transpositionslappen nötig. Nach Voroperation oder Rezidivtumoren können auch atypische Lappenplastiken oder Kombinationen notwendig sein.

Kasuistik 1: Es handelt sich um einen Patienten mit einem ausgedehnten Basalzellkarzinom retroaurikulär rechts. Nach mehrzeitiger Resektion erfolgte der Defektverschluss mit zwei Verschiebelappen. Im Verlauf kam es zu einem Rezidiv im Narbenbereich. Nach R0-Resektion lag ein Hautdefekt von 1,8 × 2,5 cm vor. Aufgrund der Gefäßversorgung bei Z.n. kombinierter Verschiebelappendeckung wurde ein Rotationslappen aus der Wangenregion verwendet.

Kasuistik 2: Hier bestand ein ausgedehntes Plattenepithelkarzinom des rechten Lobulus mit Infiltration des Cavum conchae und der Wange. Nach radikaler Resektion inklusive Teilamputation der Ohrmuschel wurden zur Defektdeckung zwei, von dorsal und anterior mobilisierte, Verschiebe-/Rotationslappen präpariert.

Ergebnis:

Bei den vorgestellten Fällen hat sich die Verwendung lokaler Verschiebe- bzw. Rotationslappen, insbesondere gegenüber freien Hauttransplantaten, zur Defektdeckung bewährt. Die Perfusion war in allen Fällen gut.

Schlussfolgerung:

Bei der Rekonstruktion von Defekten der Ohrmuschel bzw. angrenzender Regionen sollten chirurgisch anspruchsvolle Lappenplastiken stets als Therapieoption in Betracht gezogen werden. Dabei muss das Vorgehen bei schwierigen Voraussetzungen, wie z.B. vorangegangenen Operationen den Gegebenheiten angepasst werden. Zur Planung sind Fotodokumentation und Anzeichnen am Modell essentiell.