Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 100
DOI: 10.1055/s-0038-1671048
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Gynäkologische Onkologie VII
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Humane Papillomvirus Messenger RNA aus Lymphknoten zur Sentineldiagnostik bei Patientinnen mit Zervixkarzinom

M Jentschke
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
E Bau
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
R Hass
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
H Hertel
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
J Kampers
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
R Klapdor
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
P Soergel
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
,
P Hillemanns
1  Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hannover, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Untersuchung der Machbarkeit und der onkologischen Wertigkeit des Nachweises der E6/E7 Messenger RNA (mRNA) von 14 High-Risk HPV-Genotypen aus Sentinellymphknoten (SLN) bei radikaler Hysterektomie oder pelvinem und ggf. paraaortalem Lymphknotenstaging bei Patientinnen mit lokal begrenztem oder fortgeschrittenem Zervixkarzinom.

Materialien und Methoden:

Bei allen Patientinnen, die ab 01/2018 eine Sentinellymphknotendiagnostik mittels Technetium-99 m und/oder Indocyaningrün erhalten und in die Studie einwilligen, erfolgt eine intraoperative Abstrichentnahme aus den aufgeschnittenen Sentinellymphknoten zum Nachweis von HPV DNA (Abbott RealTime HighRisk HPV Test; Abbott Molecular, Wiesbaden) und HPV E6/E7 mRNA (APTIMA HPV Test; Hologic, Bedford, MA). Neben der Standarddurchführung des APTIMA-Tests wird auch eine zweite Messung mit 20 µl vorisolierter RNA durchgeführt.

Gleichermaßen werden Abstriche von der Portio aus dem Tumor und Abstriche aus unauffälligem Lymphknotengewebe (non-SLN) untersucht. Diese Ergebnisse werden mit den histologischen Befunden abgeglichen.

Ergebnisse:

Zum Zeitpunkt der Abstracteinreichung wurden bereits vier Patientinnen in die Studie eingeschlossen. Drei von vier Tumoren waren HPV DNA und HPV mRNA positiv (100% Konkordanz). Der HPV mRNA-Nachweis war in allen 25 untersuchten SLN negativ. Auch histologisch wurde in keinem Lymphknoten Tumor nachgewiesen (bislang insgesamt 88 tumorfreie Lymphknkoten).

Zusammenfassung:

Der Einschluss weiterer Patientinnen und die Auswertung der gesamten Daten wird eine Abschätzung der Machbarkeit und der onkologischen Wertigkeit des HPV mRNA-Nachweises zur Sentineldiagnostik bei Zervixkarzinomen ermöglichen.