Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 130
DOI: 10.1055/s-0038-1671141
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Pränatal- und Geburtsmedizin III
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Vegetative Entwicklungsdiagnostik bei IUGR-Feten mittels fetaler Verhaltensstadien und Herzratenvariabilitätsparameter – eine fMKG-Studie

TY Fehling
1  Eberhard Karls Universität, Tübingen, Deutschland
2  fMEG-Zentrum, Tübingen, Deutschland
,
F Schleger
3  Institut für Diabetesforschung und Stoffwechselerkrankungen, Helmholtz-Zentrum München, Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland
4  Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Tübingen, Deutschland
,
H Mat-Huzin
2  fMEG-Zentrum, Tübingen, Deutschland
5  Universitätsklinik für Innere Medizin, Eberhard Karls Universität, Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie, Tübingen, Deutschland
,
H Preissl
3  Institut für Diabetesforschung und Stoffwechselerkrankungen, Helmholtz-Zentrum München, Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland
4  Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Tübingen, Deutschland
5  Universitätsklinik für Innere Medizin, Eberhard Karls Universität, Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie, Tübingen, Deutschland
,
A Fritsche
3  Institut für Diabetesforschung und Stoffwechselerkrankungen, Helmholtz-Zentrum München, Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland
4  Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Tübingen, Deutschland
5  Universitätsklinik für Innere Medizin, Eberhard Karls Universität, Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie, Tübingen, Deutschland
,
J Pauluschke-Fröhlich
2  fMEG-Zentrum, Tübingen, Deutschland
6  Universitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
,
H Abele
6  Universitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
,
J Brändle
6  Universitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
,
SY Brucker
6  Universitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
,
I Kiefer-Schmidt
2  fMEG-Zentrum, Tübingen, Deutschland
6  Universitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Herzratenvariabilitätsparameter (HRV) erlauben Rückschlüsse auf die Entwicklung des fetalen vegetativen Nervensystems. Ziel der Arbeit war es, herauszufinden inwiefern sich Feten mit dopplersonographisch nachgewiesener Plazentainsuffizienz und einem Gewicht unterhalb der 10. Perzentile (IUGR), und Feten mit unauffälliger Plazentaperfusion aber ebenfalls einem Gewicht unterhalb der 10. Perzentile (SGA), von Feten der gesunden Kontrollgruppe unterscheiden. Es wurden Vergleiche der fetalen Verhaltensstadien jeweils zwischen IUGRs und Kontrollen, und SGAs und Kontrollen durchgeführt. Die fetalen HRV-Parameter wurden zwischen den Gesamtgruppen und außerdem zwischen nach Gestationsalter und Verhaltensstadium gematchten Gruppen verglichen.

Materialien:

Mittels fetaler Magnetokardiografie (fMKG) wurde die fetale Herzaktivität aufgezeichnet. Die Messungen wurden in einer magnetisch abgeschirmten Kammer durchgeführt und später hinsichtlich der fetalen Verhaltensstadien und der HRV-Parameter ausgewertet.

Methoden:

178 von 291 Messungen konnten basierend auf Datenqualität, maternalen und fetalen Einschlusskriterien postpartum in die finale Analyse einbezogen werden. Davon wurden 14 der IUGR-, 47 der SGA- und 117 der Kontrollgruppe zugeordnet.

Ergebnisse:

Die Verteilung der fetalen Verhaltensstadien zwischen IUGRs und Kontrollen unterschied sich in frühen Schwangerschaftswochen (< 33. SSW) signifikant, was zwischen SGAs und Kontrollen nicht der Fall war. In späten Schwangerschaftswochen war weder zwischen IUGRs und Kontrollen, noch zwischen SGAs und Kontrollen ein signifikanter Unterschied nachweisbar. Zwischen den HRV-Parametern der gematchten Gruppen als auch zwischen den Gesamtgruppen gab es keine signifikanten Unterschiede.

Zusammenfassung:

Vor allem in frühen Schwangerschaftswochen halten sich IUGR-Feten signifikant häufiger in passiven Stadien auf. In späten Schwangerschaftswochen ist diese Tendenz immer noch zu erkennen, allerdings ist der Unterschied nicht signifikant. Die HRV-Parameter unterscheiden sich nicht signifikant zwischen den Gruppen.