Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 248-249
DOI: 10.1055/s-0038-1671514
Poster
Freitag, 02.11.2018
Senologie III
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Galaktografie mit Tomosythese (Galaktomosynthese) – Renaissance einer Methode?

R Schulz-Wendtland
1  Universitätsklinikum Erlangen, Radiologisches Institut/Gynäkologische Radiologie, Erlangen, Deutschland
,
CI Preuß
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
PA Fasching
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
CR Loehberg
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
SM Jud
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
MP Lux
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
MW Beckmann
2  Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
M Uder
3  Universitätsklinikum Erlangen, Radiologisches Institut, Erlangen, Deutschland
,
M Müller-Schimpfle
4  Klinikum Frankfurt Hoechst, Klinik für Radiologie, Frankfurt am Main, Deutschland
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Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Ziel unserer Untersuchung war es, erstmalig die Tomosynthesetechnik in der Galaktografie als dreidimensionale Bildgebung einzusetzen und zusammen mit den daraus generierten, synthetischen digitalen 2D-Vollfeld-Mammografien mit der etablierten Methode der duktusorientierten Sonografie zu vergleichen.

Materialien und Methoden:

Es wurden sowohl eine duktusorientierte Sonografie als auch eine kontrastmittelunterstützte Galaktografie in Tomosynthesetechnik (3D) bei fünf Patientinnen mit pathologischer Mamillensekretion durchgeführt und daraus synthetische, digitale 2D-Vollfeld-Mammografien generiert. Die Auswertung der unterschiedlichen Untersuchungsmodalitäten erfolgte durch drei in der komplementären Mammadiagnostik erfahrene unabhängige Untersucher (1, 5 und 15 Jahre) und wurde mit der endgültigen Histologie korreliert.

Ergebnisse:

Alle drei Untersucher beurteilten den duktusorientierten Ultraschall, die Galaktografie in Tomosynthesetechnik in 3D und die generierten, synthetischen digitalen 2D-Vollfeld-Mammografien. Die Ergebnisse wurden mit den histopathologischen Befunden der Operationspräparate korreliert, wobei sich bei den 5 Patientinnen ein invasives Mammakarzinom, zweimal ein ductales Carcinoma-in-situ (DCIS) und zwei benigne Befunde ergaben. Alle drei Untersucher lagen bei der Verdachtsdiagnose in der duktusorientierten Sonografie seltener richtig in Bezug auf den endgültigen histopathologischen Befund als bei der Galaktomosynthese.

Zusammenfassung:

Erstmalig wurde die Brusttomosynthese in Kombination mit der Galaktografie (Galaktomosynthese) eingesetzt und ermöglicht eine digitale 3D-Darstellung von suspekten Befunden. Im Vergleich zum duktusorientierten Ultraschall in Hochauflösung erzielten die Untersucher mit der kontrastmittelunterstützten Galaktografie in Tomosynthesetechnik bessere Ergebnisse in Korrelation zu den histopathologischen Befunden. Zukünftig kann der Einsatz der Galaktomosynthese durch die 3-dimensionale Visualisierung des pathologischen Prozesses helfen, das operative Management zu optimieren.