Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 259
DOI: 10.1055/s-0038-1671548
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Freitag, 02.11.2018
Case-Report II
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Unterschenkelamputation auf Grund einer lang bestehenden Hypermenorrhoe

K Hirmann
1  Helios Klinik Wiesbaden, Gynäkologie, Wiesbaden, Deutschland
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Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Eine 49-jährige Patientin, Nullipara, keine Voroperationen, stellt sich in der Notaufnahme mit unklaren Schmerzen im linken Bein sowie einer ausgeprägten Anämie mit einem Hb Wert von 5 g/dl vor. Anamnestisch besteht eine Hypermenorrhoe. In der weiteren Diagnostik zeigt sich in der Sonografie und dem CT ein unklarer großer Unterbauchtumor. Die letzte gynäkologische Vorsorge liegt länger zurück, die Periodenblutung ist regelmäßig. Angiologisch zeigt sich eine Verschluss der A. poplitea und der Unterschenkelaterien links.

Es erfolgt die Vollheparinisierung und die Gabe von 2 Erythrozytenkonzentraten.

Trotz mehrfacher gefäßchirurgischer Intervention kommt es immer wieder zu einem Gefäßverschluss, so dass letzendlich eine Unterschenkelamputation durchführt werden muss. Im Verlauf wird eine Hysterektomie durchgeführt, die histologisch einen Uterus myomatosus zeigt. Es wird eine hämatologische Abklärung durchgeführt, die unauffällig ist, ebenso ein Langzeit EKG und eine Echokardiografie.

Unsere abschließende Arbeitshypothese ist eine reaktive Thrombozytose bei bestehender chronischer Blutungsanämie.

Ein Uterus myomatosus ist sehr häufig und oft assymptomatisch, aber kann schwerwiegende Probleme wie diese hervorrufen.