Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 289
DOI: 10.1055/s-0038-1671637
Freie Vorträge
Freitag, 02.11.2018
Lupe auf das erste Trimenon
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Ändert sich die Inanspruchnahme von NT-Screening und NIP-Test bei Schwangeren im Risikokollektiv in den Jahren 2015 bis 2017

M Hatzipanagiotou
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
,
T Eggensberger
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
,
E Inwald
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
,
B Roca Ripoll
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
,
O Ortmann
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
,
U Germer
1  Caritaskrankenhaus St. Josef Regensburg, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Regensburg, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Ziel:

Das Nackentransparenzscreening (NTS) und die Nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) sind flächendeckend verfügbare Methoden zur Identifikation von Feten mit erhöhten Risiko für Trisomien. Jedoch ist unbekannt in welchem Umfang die o.g. Tests von Schwangeren beansprucht werden und ob sich dieser in den letzten Jahren verändert hat. Deshalb wurde die Häufigkeit der Screeningmethoden im Risikokollektiv zwischen 2015 und 2017 verglichen.

Material und Methode:

Eingeschlossen wurden Einlingsschwangere, die von 2015 bis 2017 in der 19+0 bis 22+0 SSW zur detaillierten Ultraschalluntersuchung aufgrund diverser Risiken zugewiesen wurden. Die Inanspruchnahme des NT-Screenings, NIP-Tests bzw. der invasiven Diagnostik wurde in Abhängigkeit vom Untersuchungszeitpunkt erfasst.

Ergebnisse:

Das Kollektiv bestand aus 4829 Schwangeren. Die Häufigkeiten der jeweiligen Screeningmethoden sind aus Tabelle 1 zu entnehmen.

Tab. 1

Jahr

n

NTS

NIPT

Beides

inv. Diagnostik

2015

1609

563 (35,0%)

50 (3,1%)

2 (0,1%)

110 (6,8%)

2016

1543

559 (36,2%)

101 (6,5%)

10 (0,6%)

103 (6,7%)

2017

1677

582 (34,7%)

139 (8,3%)

26 (1,6%)

120 (7,2%)

p = 0,635

p =< 0,001

Zusammenfassung:

Im Risikokollektiv ließ ein zunehmender Anteil von 38,1% (2015) auf 43,0% (2017) einen Screeningtest für Trisomien durchführen. Dabei bleibt der Anteil des NT-Screenings oder ETS konstant. Der Anteil des NIP-Test stieg im Beobachtungszeitraum von 3,1% auf 8,3%. Risikoschwangere entscheiden sich viermal häufiger für das NTS als für NIPT.