CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2020; 99(S 02): S374-S375
DOI: 10.1055/s-0040-1711988
Abstracts
Schlafmedizin

Langzeitergebnisse der German Post-Market-Study - Die obere Atemwegsstimulation bei Obstruktiver Schlafapnoe

S Jeschke
1   Universität zu Lübeck/UKSH, Klinik für HNO-Heilkunde, Lübeck
,
J. Ulrich Sommer
2   Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde / Kopf- und Halschirurgie, Wuppertal
,
Joachim T. Maurer
3   Universitätsklinikum Mannheim, Klinik für HNO-Heilkunde, Mannheim
,
A Steffen
1   Universität zu Lübeck/UKSH, Klinik für HNO-Heilkunde, Lübeck
,
B Hofauer
4   Universität Freiburg, Klinik für HNO-Heilkunde, Freiburg
,
C Heiser
5   Technische Universität München, Klinik für HNO-Heilkunde, München
› Institutsangaben
 

Die selektive obere Atemwegsstimulation (sUAS) ist bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) als effektive Zweitlinientherapie etabliert. Der überwiegende Teil der bisherigen Publikationen berichtet über 12-Monatsergebnisse und es existieren nur wenige Daten für langfristige Nachuntersuchungen. Die multizentrische prospektive German Post-Market-Study umfasste 60 Patienten, die im Rahmen der klinischen Nachsorge untersucht wurden.

Initial wurden OSA-Patienten eingeschlossen, deren Body-Mass-Index <35 kg/m² war, die einen Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) zwischen 15 und 65/h sowie in der Schlafendoskopie keinen komplett konzentrischen Kollaps auf Weichgaumenebene aufwiesen. Retrospektiv wurden die 2-(3-)Jahresergebnisse der Verlaufskontrollen an drei Studienzentren ausgewertet, wobei auch Entsättigungsindex (ODI) und Epworth Sleepiness Scale (ESS) erfasst wurden. Die Nutzungsstunden wurden über die Implantatauslesung bestimmt und implantatbezogene ungewünschte Ereignisse analysiert.

Von initial 60 Patienten standen für die 2-(3-)Jahresuntersuchung 41 (38) zur Verfügung. Etwa 76 % (68 %) von ihnen erfüllten die Erfolgskriterien eines AHI<15/h. Der mediane AHI sank von 28,6/h auf 9,0/h (10,0/h), der mediane ODI von 27,0/h auf 6,3/h (8,3/h). Die Tagesschläfrigkeit reduzierte sich bzgl. ESS von median 13 auf 4 (6) Punkte. Die Nutzung war stabil mit 6,5 (6,3)h/Nacht. Schwere implantatbezogene Ereignisse waren mit zwei Explantationen selten.

Die Daten zeigen eine Langzeitstabilität der Ergebnisse bzgl. AHI-Reduktion und hoher Nutzungsdauer. In einem Kollektiv, welches innerhalb eines vollständig gesundheitssystemfinanzierten Settings implantiert wurde, konnte dies bisher nicht gezeigt werden. Bei langer Implantatversorgung ist eine Langzeitnachsorge zur Effektivität und Sicherheit notwendig.

Poster-PDF A-1553.PDF



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
10. Juni 2020

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