Heidi Möller: Was ist gute Supervision?
kassel university press 2012,
ISBN 3-86219-386-1,
337 Seiten, 24,00 €
In der projektbezogenen Forschungsarbeit von Heidi Möller werden psychoanalytische
und gestalttherapeutische Supervisionsprozesse einer Mikroanalyse unterzogen, wobei
der Fokus auf den supervisorischen Prozessen liegt. Nach einem Überblick über die
Geschichte der Supervision, in dem das Augenmerk v. a. auf psychoanalytische sowie
integrative Ansätze gerichtet ist, werden das methodische Vorgehen (inklusive einer
kritischen Betrachtung) sowie die Ergebnisse der Untersuchung dargestellt. Transkriptionen
supervisorischer Prozesse verdeutlichen das jeweilige Vorgehen und geben einen Einblick
in die angewandten Methoden. Aufgrund der dargestellten Forschungsergebnisse entwickelt
Möller eine Beschreibung von Merkmalen „exzellenter Supervision im stationären Setting“,
ausgeführt in 18 Unterkapiteln (z. B. zur Feldkompetenz des Supervisors, Ressourcenorientierung,
Übertragung und Widerstand in der Supervision). Das letzte Kapitel befasst sich mit
der Frage nach der Notwendigkeit einer Supervisionswissenschaft mit eigenen Forschungsmethoden
sowie mit der Frage nach der Notwendigkeit eines integrierten Supervisionskonzeptes.
Das Buch richtet sich insbesondere an alle wissenschaftlich interessierten Praktiker,
aber auch an forschend tätige Kollegen.