PSYCH up2date 2016; 10(02): 89-91
DOI: 10.1055/s-0042-103123
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Compliance

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Publication Date:
08 March 2016 (online)

Konzepte

Unter Compliance versteht man in der neutralsten Definition das Verhältnis zwischen tatsächlicher Therapiedurchführung und Therapiestandard (z. B. basierend auf Leitlinien). Eine Abweichung davon kann einerseits aufseiten des Behandlers liegen, meist wird jedoch der Patient als wesentlicher Faktor angesehen [1]. Wir wählen diesen eigentlich alten Arbeitsbegriff der Compliance, da dieser wesentlich gebräuchlicher ist und der moderne Adhärenzbegriff, der ihn eigentlich ersetzt hat, lediglich auf Behandlungsbereitschaft als ein multideterminiertes Konzept abhebt, das nicht nur patientenzentriert aufgefasst werden kann, sondern stärker verhaltens- und auch interaktionsbezogen (Patient-Behandler-Verhältnis) konzeptualisiert ist. Non- oder Malcompliance kann sich auf verschiedene Art und Weise zeigen wie z. B. die Weigerung des Patienten die Medikation einzunehmen oder auch generell eine Behandlung anzunehmen.