retten! 2016; 5(03): 168-174
DOI: 10.1055/s-0042-103456
Technik im Rettungsdienst
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

ECMO und ECLS - Wenn Lunge und Herz heilen sollen

Frank Schön
,
David Schibilsky
,
Harry Magunia
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Publication History

Publication Date:
12 July 2016 (online)

Abstract:

Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) ist heute ein sicheres und etabliertes Verfahren zur Unterstützung der Lunge. Ist auch das Herz betroffen, wird sie zum extrakorporalen Life Support (ECLS) erweitert. Bei Intensivverlegungen und Reanimationen kommt auch der Rettungsdienst zunehmend mit ECMO und ECLS in Berührung.

Kernaussagen

  • Die ECMO- / ECLS-Therapie kann das Überleben eines schwerkranken Patienten ermöglichen.

  • Die Implantation eines ECLS-Systems als Ersatz für Kreislauf und Lunge ist auch unter Reanimation möglich und wird vermutlich künftig vermehrt eingesetzt werden.

  • Lagerungsmanöver müssen immer abgestimmt werden, um ein Abknicken und versehentliches Entfernen der Schläuche zu verhindern.

  • Insbesondere der Blutdruck ist bei einer ECLS-Therapie (v-a) meist schwierig zu messen. EKG und Sauerstoffmessung können hier zumindest Anhaltspunkte liefern.

  • Bei Etablierung eines ECMO- / ECLS-Teams sollte man gemeinsam mit dem örtlichen Rettungsdienst / ITH-Standort eine Standard Operating Procedure (SOP) zum Transport der Patienten entwickeln.

  • Der Transport und die Behandlung von ECMO- / ECLS-Patienten ist im Notfalleinsatz und im Intensivtransport nur als Team möglich. Dazu gehören Rettungsdienst, Arzt, Kardiotechniker und /oder ECMO-Intensivpflegekraft.