Inf Orthod Kieferorthop 2016; 48(02): 65
DOI: 10.1055/s-0042-111123
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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A. Crismani1
  • 1Univ.-Klinik für Kieferorthopädie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
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Publication Date:
25 July 2016 (online)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

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Prof. Dr. A. Crismani

mit großer Freude darf ich Ihnen das 2. Heft 2016 präsentieren und ich hoffe, dass es auch für Sie einen oder sogar mehrere interessante Artikel, von internationalen Autoren verfasst, beinhaltet.

In der vorliegenden Ausgabe werden unterschiedliche kieferorthopädische diagnostische Überlegungen, therapeutische Zugänge sowie festsitzende linguale und bukkale Techniken vorgestellt.

B. Wendl et al. stellen im Rahmen einer retrospektiven Analyse morphologische Kriterien der Progeniemanifestationen und deren Einteilung vor. Dabei ermitteln sie die Häufigkeit und die Unterschiede zwischen den einzelnen Formen während des Behandlungsverlaufs.

C. Kirschneck und P. Proff präsentieren in ihrer Übersichtsarbeit Vorteile, Möglichkeiten sowie Limitationen bei der interdisziplinären Therapie von Patienten mit parodontalen Vorerkrankungen. Besonderes Augenmerk wird auf die Langzeitretention für die Stabilität des Behandlungsergebnisses gelegt.

Der Frage des Zahnschmelzoberflächenaussehens nach Adhäsiventfernung sind P. Paal und Coautoren nachgegangen. In ihrem Artikel wurden unterschiedliche Hartmetall-Schleifkörper verwendet und mit einem Konfokalmikroskop verglichen. Glattere Oberflächen konnten unter schnellerer Drehzahl erreicht werden.

Die Lingualtechnik ist das Thema einer umfangreichen Arbeit von A. Foltin et al. Dabei werden die fehlerfreie Präzisionsabformung, die strikte Einhaltung eines Klebeprotokolls sowie die genaue Befolgung der empfohlenen Behandlungsschritte hervorgehoben.

M.H. Bertl et al. berichten über die Anwendung der Norm ISO 9001 in der Ausgabe 2015 in der zahnärztlichen Praxis, anhand derer nicht nur die Zufriedenheit der Patienten, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter erreicht werden können.

Die Entwicklung von 3D-Technologien in der Orthodontie sowie die Möglichkeiten maßgeschneiderte Mulitbracket-Apparaturen indirekt auf die Zähne zu bringen, werden von S. Silli beschrieben und anhand verschiedener klinischer Situationen veranschaulicht.

E. Sorantin und Mitarbeiter erläutern in ihrem Übersichtsartikel die Grundlagen der Strahlenwirkung auf den Menschen und die Dosisbelastung typischer in der Kieferorthopädie verwendeter Bildgebung sowie mögliche Strahlenschutzmaßnahmen bei Kindern. Die richtige Geräteauswahl, die korrekte Indikation und die angepasste Dosis sowie die Eingrenzung des Zielvolumens stellen äußerst wichtige Überlegungen dar.

Wie kann die Entstehung neuer Kariesläsionen während einer kieferorthopädischen Behandlung vermieden werden? Diese Frage beantwortet im Rahmen ihrer Arbeit „Kariesprävention in der Kieferorthopädie“ R. Attin.

Einen interessanten Beitrag von G. Millesi in puncto Vorteile eines Surgery-First-Zugangs in der orthognathen Chirurgie können Sie in der Rubrik „Leser Fragen – Experten antworten“ finden. Abschließend erklärt H.-P. Bantleon die Tip-back-Mechanik in der Rubrik „Sehen+Verstehen“.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Mit kollegialer Hochachtung