Pädiatrie up2date 2017; 12(01): 23-46
DOI: 10.1055/s-0042-117361
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Rationale Diagnostik in der Kindergastroenterologie

Burkhard Rodeck
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Publication Date:
15 May 2017 (online)

Vom Symptom zur Diagnose – ein spannendes Thema in der Kindergastroenterologie. Da Kinder ihre Symptome meist nicht selbst oder nicht genau beschreiben können, ist es wichtig, dass Ärzte die häufigsten Symptome in den verschiedenen Altersgruppen kennen. So können sie einen sinnvollen differenzialdiagnostischen Weg entwickeln, auch um unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Der Beitrag zeigt neben häufigen auch seltenere, in der Differenzialdiagnostik jedoch wichtige Erkrankungen.

Kernaussagen
  • Die Kindergastroenterologie lässt sich in verschiedene Organerkrankungen unterteilen: in Erkrankungen des Intestinaltrakts, des Pankreas, der Leber und der ableitenden Gallenwege.

  • Die diagnostischen Möglichkeiten der verschiedenen Erkrankungen sind vielfältig und erstrecken sich von der Molekulardiagnostik bis zur Endoskopie.

  • Eine unkritische Anwendung oder „Auftragserteilung“ an den Kindergastroenterologen sollte vermieden werden.

  • Sehr viel sinnvoller ist eine gestufte Diagnostik unter Kenntnis der wichtigen anamnestischen Daten, der klinischen Befunde und der möglichen und wahrscheinlichen Differenzialdiagnosen.

  • Es ist wichtig, die betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht einer unnötigen Diagnostik zu unterwerfen, auch um bei den sehr häufigen funktionellen Störungen keiner weiteren Somatisierungstendenz Vorschub zu leisten.