Lege artis 2016; 6(05): 295-297
DOI: 10.1055/s-0042-118205
Kommunikation
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Informierte Patienten – Dr. Google – Freund oder Feind?[*]

Anna N Wolter
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Publication Date:
25 November 2016 (online)

Rund 70 % der Internetnutzer sucht im Web nach Gesundheitsthemen. Das ist erfreulich, denn informierte Patienten verstehen ihre Ärzte besser. Doch die Onlinesuche birgt auch Risiken: Gute Internetseiten lassen sich nur schwer von unseriösen abgrenzen und Fehlinformationen führen zu falschen Vorstellungen des Patienten. Wie gehe ich als Arzt damit um?

Kernaussagen

  • Betreiben Sie eine eigene Internetrecherche. Auf welchen Seiten landen Sie? Sind diese Seiten empfehlenswert? So bekommen Sie eine Vorstellung, worauf Ihre Patienten bei ihrer Suche stoßen.

  • Legen Sie eine Linkliste an mit Seiten, die Sie Ihren Patienten weiterempfehlen können. Diese können Sie in Ihrem Wartezimmer auslegen.

  • Fragen Sie Ihre Patienten, ob sie sich bereits vorinformiert haben. Häufig trauen sie sich nicht, ihre Internetrecherche anzusprechen.

  • Misstrauische Patienten können Sie am besten überzeugen, wenn Sie in Ihren Aussagen Evidenzen mit persönlichen Erfahrungen mischen.

* Erstveröffentlichung in: Dtsch Med Wochenschr 2016; 141: 736–738


Ergänzendes Material