Gefäßmedizin Scan - Zeitschrift für Angiologie, Gefäßchirurgie, diagnostische und interventionelle Radiologie 2016; 03(04): 281-294
DOI: 10.1055/s-0042-119911
Fortbildung
Management in der Gefäßmedizin
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Komplikationsmanagement bei vaskulären Interventionen

Thomas Jahnke
,
Stefan Müller-Hülsbeck
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
02. Januar 2017 (online)

Fazit

Interventionelle Eingriffe verlaufen in der großen Mehrheit der Fälle ohne Komplikationen und sehr erfolgreich. Dennoch erlebt auch der erfahrene Interventionalist hin und wieder das Auftreten von Komplikationen. Um im Bedarfsfall schnell und adäquat reagieren zu können, ist die Kenntnis möglicher Komplikationen unerlässlich.

Auf die Häufigkeit und Schwere von Komplikationen wirken sich ganz unterschiedliche Faktoren aus, so auf der einen Seite die Erfahrung des Behandlers und die Komplexität des Eingriffs und auf der anderen Seite der Allgemeinzustand des Patienten, seine Komorbiditäten und die Art der Läsion. Systemische Komplikationen können unabhängig vom durchgeführten Eingriff auftreten, andere Komplikationen hängen direkt mit dem Eingriff zusammen.

Durch eine durchdachte Vorbereitung des Patienten lässt sich bereits eine große Zahl von Komplikationen vermeiden. Die konsequente Durchführung von festgelegten SOP leistet dabei eine große Hilfestellung, ebenso die Bereitstellung von Checklisten und Arbeitsanweisungen für häufiger auftretende Komplikationen. Die umfassende Dokumentation des gesamten Eingriffs ist von gleicher Wichtigkeit. Anhand von Fallbeispielen von Kollegen kann sich der Interventionalist zudem über in der Praxis auftretende Komplikationen, ihre Ursachen sowie ihre Behandlung informieren.