Zahnmedizin up2date 2017; 11(04): 347-367
DOI: 10.1055/s-0042-121967
Prothetik
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Magnetattachments im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich

Felix Blankenstein
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Publication Date:
07 August 2017 (online)

Der direkte Vergleich von Magneten mit den üblichen Kopplungselementen (Verankerungselementen) ist kaum ergiebig. Viel wichtiger ist doch die Frage: Gibt es klinische Situationen – unter Einbeziehung aller intra- und extraoralen Befunde –, in denen die Patientenzufriedenheit speziell durch den Einsatz von Magnetattachments gesteigert werden kann? Dieser Beitrag bietet eine Übersicht über alle Aspekte der Dentalmagnete und zeigt, warum die Antwort eindeutig „Ja“ lautet.

Kernaussagen
  • Magnetattachments sind im Gegensatz zu Gussklammern, Teleskopen, Stegen oder Lokatoren kein Standardelement für ein breites prothetisches Spektrum.

  • Bei indikationsgerechter Anwendung und Systemauswahl füllen sie allerdings mit ihren speziellen Eigenschaften einige Nischen, wo sie den üblichen Kopplungselementen überlegen sind.

  • Grund dafür sind ihre Alleinstellungsmerkmale: Sie bieten Retention ohne einen mechanischen Kraftschluss, entwickeln schon kurz vor dem Kontakt ihre Kraft und behalten diese unter Alltagsbedingungen.

  • Prothesen mit Magnetattachments sind auch für motorisch und kognitiv eingeschränkte Patienten einfach zu handhaben.

  • Um Dentalmagnete klinisch effektiv zu nutzen, muss der Anwender einige physikalische Besonderheiten kennen, die über die reine Mechanik der übrigen Kopplungselemente hinausgehen.

  • Dentalmagnete bergen das Risiko unerwünschter Wechselwirkungen mit dem MRT.