Tierarztl Prax Ausg G Grosstiere Nutztiere 2022; 50(03): 210-211
DOI: 10.1055/s-0042-1749964
Abstract
Vorträge

Crossing the border 2: Klinische und pathologische Aspekte der SARS-CoV2 Infektion

Authors

  • B-J Slotta-Huspenina

    1   Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, Fakultät für Medizin, Technische Universität München
  • K Stock

    2   Internistisches Ultraschall-Labor, Abteilung für Nephrologie, Klinikum rechts der Isar, Fakultät für Medizin, Technische Universität München
 

Der Erkenntnisgewinn durch Obduktionen in Human- und Veterinärmedizin ist unbestritten. Aufgrund des Infektionspotentials wurde zu Beginn der Coronavirus-Pandemie von Obduktionen SARS-CoV2 betroffener Patient:innen abgeraten.

Bei dem konventionellen SARS-CoV2-Obduktionsprotokoll (sog. „Aachener Protokoll“) ist zudem mit Unterfixierungsartefakten in großen Parenchymen zu rechnen.

Wir haben am Institut für Pathologie der Technischen Universität München (TUM) ein standardisiertes Verfahren für die Gewebegewinnung und -asservierung letaler COVID-19 Fälle etabliert, das gleichrangig Infektionsschutz und Qualitätssicherung postmortal entnommener Organproben berücksichtigt. Ohne Öffnung des Leichnams werden durch ein interdisziplinäres Team transkutan ultraschall-gestützt diverse Organe bzw. Zielläsionen nach standardisiertem Protokoll punktiert (Trachea, Lunge, Herz, Aorta, Leber, Pankreas, Nieren, Milz, u.a.). Die Gewinnung von ZNS-Gewebe kann zudem mittels gezielter Trepanation erfolgen.

In diesem Vortrag stellen wir exemplarische histopathologische Befunde verschiedener Zielorgane sowie korrespondierende klinische Aspekte aus dem von uns untersuchten Patientengut vor.



Publication History

Article published online:
07 July 2022

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