Osteologie 2022; 31(03): 208-209
DOI: 10.1055/s-0042-1755867
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Vergessene Knochenpathologien

Authors

  • Jochen Weber

    1   FA für Neurochirurgie, Reutlingen
 

Einleitung Untersuchungen an Skeletten aus (prä)historischer Zeit können Pathologien aufweisen, die heute selten oder nicht mehr im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zu beobachten sind. Ziel dieser Präsentation ist es, den Gesundheitszustand unserer Vorfahren aufzuzeigen und heutzutage „vergessene“ Erkrankungen wieder präsenter zu machen.

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Abb. 1

Methode Die Skelette stammen aus einer großen Zeitspanne vom Neolithikum bis in die frühe Neuzeit von archäologischen Ausgrabungen. Die Knochenpathologien werden makroskopisch, mikroskopisch und ggf. auch radiologisch vorgestellt mit dem Schwerpunkt „internistische“ Erkrankungen.

Ergebnisse Die präsentierte ossäre Fallsammlung beinhaltet nachfolgende Erkrankungen, deren Diagnose mit begründeter Annahme getroffen werden kann (z.B. durch molekulargenetischen Nachweis des Erregers oder spezifische Skelettpathologie im fortgeschrittenen Stadium): • Lepra der Akren und/oder oberem Respirationstrakt; • Syphilis des Schädeldachs; • extreme Kyphose bei spinaler Tuberkulose; • chronische Anämie mit extramedullärer Hämatopoese (Abb. 1) sowie • ankylosierende rheumatoide Arthritis.

Diskussion Paläopathologische Untersuchungen können erkenntnisreiche Einblicke in heutzutage seltene Knochenerkrankungen aufzeigen und dadurch den diagnostischen Blick schärfen.

Keywords Ossäre Paläopathologie, Syphilis, rheumatoide Arthritis

Korrespondenzadresse Jochen Weber, FA für Neurochirurgie, Pfenningstrasse 7, 72764 Reutlingen, Deutschland, E-Mail: palaeoweber@gmx.de



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Article published online:
08 September 2022

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