Dtsch med Wochenschr 2017; 142(03): 232
DOI: 10.1055/s-0043-103130
Mitteilungen der DGIM
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MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016 – Gelungene Vermittlung von Wissenschaft und Medizintechnik

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Publication Date:
10 February 2017 (online)

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Vom 14. bis 17. November 2016 fand die MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2016 in Düsseldorf statt. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zusammen mit der Messe Düsseldorf die Fortbildungsveranstaltung. Konferenz-Präsident Professor Dr. med. Stefan Frantz, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Halle (Saale), betonte bei der Abschluss-Pressekonferenz den einzigartigen Charakter der Konferenz.

Die interdisziplinäre und internationale Fortbildungsveranstaltung, die die Verbindung von Wissenschaft und Medizintechnik in den Mittelpunkt stellt, richtet sich an Ärzte aller Fachgruppen und Entwickler aus der Medizintechnik. „Dieses Konzept ist aufgegangen, wenn wir auf die Teilnehmer schauen“, sagte Professor Frantz im Rahmen der Pressekonferenz. „Wir haben das Spektrum angezogen, das wir wollten.“ Mit einem Programm, das zur Hälfte aus englischsprachigen Vorträgen bestand, sei es auch gelungen, die Internationalisierung der Konferenz voranzutreiben. Diese zeige sich auch an Teilnehmern aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die im Rahmen eines DAAD-Alumni-Programms die Konferenz besuchten.

An vier Veranstaltungstagen konnten sich die Teilnehmer in über 200 Vorträgen und Kursen zu Themen wie „Neue operative Techniken in der Chirurgie“, „Bildgebung und Interventionelle Verfahren“, „Innere Medizin: Zukunftstechnologien und Remote Patient Management“ und „Diagnostik in der Inneren Medizin, Labormedizin, Toxikologie und Hygiene“ informieren. Ziel der Veranstaltungen war es dabei, eine Informations- und Austauschplattform zu bieten.

Dieser Austausch, der Dialog zwischen Medizin und Medizintechnik war schon immer wichtig. So kam der Impuls für die Entwicklung des ersten Herzschrittmachers durch den Elektroingenieur Rune Elmquist beispielsweise von einem Arzt. Dieser Austausch sei heute aber noch wichtiger als jemals zuvor, so Professor Frantz. Je komplexer die Technik werde, desto stärker sei eine Vernetzung notwendig. Nur so – interprofessionell und interdisziplinär – könnten die richtigen Innovationen entwickelt und für den Patienten nutzbar gemacht werden.

DGIM-Pressestelle

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Im ATLS-Kurs übten die Teilnehmer das Vorgehen bei Patienten mit Polytrauma.
Quelle: Messe Düsseldorf / ctillmann