Nuklearmediziner 2017; 40(03): 206-210
DOI: 10.1055/s-0043-108739
Nuklearmedizinische Standardprozeduren
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

ZNS

Carl-Martin Kirsch
  • Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
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Publication Date:
01 September 2017 (online)

Szintigrafie des Zentralnervensystems

Nuklearmedizinischen Untersuchungen sind mehrere Entitäten des ZNS zugänglich. Dies sind derzeit die Liquorräume, die Blut-Hirn-Schranke bzw. deren Störung, die Perfusion und der Metabolismus des Gehirns und Rezeptoren.

Die Szintigrafie der Liquorräume wird nur mehr selten und vorzugsweise in Klinken durchgeführt bei Untersuchungen des Hydrozephalus und bei Liquorrhoe. Der szintigrafische Nachweis einer Störung der Blut-Hirn-Schranke ist heute durch die Röntgen-Computer- und Kernspin-Tomografie ersetzt worden und wird daher im Folgenden nicht behandelt.

Untersuchungen des Metabolismus des ZNS sind als Glukose- und Aminosäure-Uptake möglich. Beides setzt primär die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) voraus. Wobei einschränkend zu bemerken ist, dass die Erfassung des Aminosäuretransports auch mit dem Radiopharmazeutikum 123J-Methyl-Thyrosin (nicht kommerziell erhältlich) möglich ist.

Die folgenden Ausführungen behandelt Szintigrafien des ZNS, wie sie mit kommerziell erhältlichen Radiopharmazeutika durchgeführt werden kann.