Zusammenfassung
Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die neuesten relevanten Informationen zu Thema
Kopf- und Gesichtsschmerzen. Epidemiologische Daten
aus neuen Studien z. B. zum Zusammenhang von Migräne mit einem PFO, dem kardiovaskulären
Risiko, dem Verhalten der Migränekopfschmerzen
während und nach der Menopause und der Entwicklung von „White Matter Lesions“ und
der Migräne Genetik werden berichtet. Zur Pathophysiologie
der Migräne gibt es Neuigkeiten zur Aktivität des Hypothalamus während der Prodromalphase
und dem Zusammenspiel von Hypothalamus und
Hirnstamm. Bezüglich der Attackentherapie konnten im letzten Jahr aus Studien und
Metanalysen neue Informationen zum Triptaneinsatz, der
Behandlung der menstruellen Migränen und den hemiplegischen Migränevarianten generiert
werden. Des Weiteren besteht Hoffnung für die bereits
verloren geglaubte Substanzgruppe der CGRP (calcitoningene related peptide)-Antagonisten,
da die bisherigen Studiendaten zu Ubrogepant
keinen Hinweis auf Hepatotoxizität geben und die Wirksamkeit der Substanz belegen.
Die Neuigkeiten zur Migräneprophylaxe konzentrieren sich
größtenteils auf den Stand der Untersuchungen zur Behandlung mit monoklonalen Antikörpern
gegen CGRP und dessen Rezeptor, aber auch weiter
Studiendaten zu bekannten Migräneprophlaktika und neuen interessanten Ansätzen werden
kompakt diskutiert. Des Weiteren werden Neuigkeiten
bezüglich des Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch und dem Kopfschmerz von Spannungstyp,
ebenso wie für die trigeminoautonomen
Kopfschmerzen, die Trigeminusneuralgie und den „Neu aufgetretenen täglichen Kopfschmerz“
übersichtlich dargestellt.
Abstract
A review of the latest and most relevant information on different disorders of head
and facial pain is presented. News from epidemiologic
studies regarding the relationship between migraine and patent foramen ovale, the
cardiovascular risk in migraine, and migraine behavior
during menopause, and the development of white matter lesions or migraine genetics
are presented. Regarding pathophysiology there are very
recent insights regarding the role of the hypothalamus during prodromal phase and
the interplay of brain-stem and hypothalamus during the
attack. In the last year studies and metaanalysis generated new knowledge for the
use of triptans in general as in menstrual related
migraine and hemiplegic variants. Furthermore, new hope rises for the CGRP (calcitonin-gene
related peptide)-antagonists, as the data for
ubrogepant do not suggest hepatotoxicity but efficacy. In prophylactic migraine treatment
the news are manly on how the new therapeutic
approach with monoclonal antibodies against CGRP or its receptor is moving on. Additional
newly generated data for already known
prophylactic agents as for new approaches are compactly discussed. Although main developments
in headache focus on migraine new data on
trigemino-autonomic headache trigeminal neuralgia and new daily persistant headache
became available.