Sprache Stimme Gehör 2017; 41(03): 127-132
DOI: 10.1055/s-0043-112230
Schwerpunktthema
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Genese einer oropharyngealen Dysphagie

Etiology of Oropharyngeal Dysphagia
Simone Graf
Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
,
Rainer Dziewas
Klinik für Allgemeine Neurologie, Münster
,
Tobias Warnecke
Klinik für Allgemeine Neurologie, Münster
,
Petra Pluschinski
Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie, UKGM – Standort Marburg
,
Rainer Wirth
Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
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Publication History

Publication Date:
19 September 2017 (online)

Die Ursachen der oropharyngealen Dysphagien sind aufgrund der zahlreichen am Schluckakt beteiligten Strukturen vielfältig. Im Allgemeinen wird zwischen neurogenen und strukturellen Störungen unterschieden, allerdings kommt es hierbei häufig zu Wechselwirkungen. Im Alter steigt die Inzidenz der Schluckstörungen. Neben der Unterscheidung einer primären und sekundären Presbyphagie ist eine Abgrenzung zwischen physiologischen und pathologischen Alterungsprozessen wichtig.

Abstract

There are various causes of oropharyngeal dysphagia due to the numerous structures associated with swallowing. Generally, neurogenic disorders have to be distinguished from structural ones, although often there are interactions between the two.

The incidence for dysphagia increases with age. Besides the differentiation between primary and secondary presbyphagia, the demarcation between physiological and pathological processes of aging is important.

Fazit

Neben unterschiedlichen strukturellen Veränderungen und neurogenen Erkrankungen, die zu oropharyngealen Störungen des Schluckaktes führen, spielen physiologische und pathologische Alterungsprozesse eine Rolle. Durch das Wissen der Ursache können Dysphagie-Symptome (Residuen, Penetration, Aspiration etc.) der richtigen Pathogenese zugeordnet werden. Die Pathogenese bestimmt die Planung der geeigneten Diagnostik und Therapie.