Akt Neurol 2017; 44(06): 381-387
DOI: 10.1055/s-0043-113036
Neue Strukturen in der Neurologie
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Departmentmodell in der neurologischen Universitätsmedizin

Departmental Structure in Academic Neurology: a Model
Thomas Gasser
1  Universitätsklinikum Tübingen, Neurodegenerative Erkrankungen
,
Mathias Jucker
2  Universität Tübingen, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, Abteilung Zellbiologie neurologischer Erkrankungen
,
Holger Lerche
3  Universität Tübingen, Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie & Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
,
Astrid Proksch
4  Universität Tübingen, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
,
Peter Thier
5  Universitätsklinikum Tübingen, Abteilung Kognitive Neurologie
,
Ulf Ziemann
6  Universitätsklinikum Tübingen, Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen
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Publication History

Publication Date:
07 August 2017 (online)

Zusammenfassung

Das Fach Neurologie hat sich in den letzten 20 Jahren in einer Weise ausdifferenziert, dass es nicht mehr durch einen einzigen Leiter umfassend auf universitärem Niveau vertreten werden kann, weder in der Versorgung der Kranken noch in der Forschung und Lehre. Die Bildung einer Departmentstruktur, in der Klinik und Forschung in verschiedenen unabhängigen Schwerpunktbereichen kongruent abgebildet, und gleichzeitig Gemeinschaftsaufgaben in gemeinsamer Verantwortung für die Gesamtinstitution übernommen werden, ist ein mögliches Modell dieser Herausforderung zu begegnen. Es wird in Tübingen seit 15 Jahren erprobt und hier beschrieben.

Abstract

In the past 20 years, Clinical Neurology has evolved to a degree that it cannot be represented at the highest academic level in research, teaching and patient care by one person alone. A departmental structure, allowing for independently functioning subunits for research and patient care in major disease areas, while at the same time being committed to sharing tasks and responsibility for the entire institution is a possible model to meet this challenge. It has been tested in Tübingen for the past 15 years and is described here.