Zeitschrift für Phytotherapie 2023; 44(S 01): S16
DOI: 10.1055/s-0043-1769535
Abstracts

Phytotherapie bei Angststörungen und Depression

Authors

  • R Stange

    1   Berlin
 

Die Phytotherapie von Depression und Angst konzentriert sich derzeit auf nur zwei Pflanzen: Johanniskraut und Lavendel.

Wissenschaft und praktische Therapie mit Johanniskraut erstrecken sich von Dioskurides bis in die Gegenwart. An seiner grundsätzlichen Wirksamkeit bei Depressionen wird nicht mehr gezweifelt. Nicht völlig geklärt sind Fragen zu wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen, zur Verträglichkeit sowie zur möglichen Dosiseskalation. Ausführlich besprochen wird die Interpretation der Verträglichkeit aus den bislang publizierten 35 RCT, mehreren experimentellen Studien zu Interaktionen sowie dem spärlichen Wissen zu seiner Phototoxizität.

Bei Echtem Lavendel und Angststörungen ist die klinische Forschung etwas jünger und noch nicht ganz so breit aufgestellt. Auch hier gibt es sehr gute Belege zur Wirksamkeit, kaum Hinweise auf Verträglichkeitsprobleme aber auch hier noch offene Fragen zur Dosiseskalation sowie Kombinierbarkeit mit Lavendel-Aromatherapie sowie zur Indikationserweiterung auf Depressionen, die bereits in 7 RCT untersucht wurde.



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Article published online:
14 June 2023

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