Fortschr Röntgenstr 2018; 190(07): 637-638
DOI: 10.1055/s-0044-101262
The Interesting Case
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Solide pseudopapilläre Neoplasie des Pankreas beim Mann mit Ikterus – eine seltene Differentialdiagnose zystischer Pankreasläsionen

Catharina Klausenitz
Diagnostic Radiology and Neuroradiology, Universitätsmedizin Greifswald, Germany
,
Anika Pusch
Diagnostic Radiology and Neuroradiology, Universitätsmedizin Greifswald, Germany
,
Birger Mensel
Diagnostic Radiology and Neuroradiology, Universitätsmedizin Greifswald, Germany
› Author Affiliations
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Publication History

28 July 2017

14 January 2018

Publication Date:
07 February 2018 (eFirst)

Einleitung

Zystische Neoplasien des Pankreas machen nur etwa 1 % aller Pankreastumore aus (Esposito I et al. J Gastroenterol Hepatol Erkr 2011; 9: 30 – 36). Eine eindeutige Differentialdiagnostik dieser Tumore ist mitunter schwierig, jedoch von großer Wichtigkeit, da etwa ein Drittel der zystischen Neoplasien als maligne und ein weiteres Drittel als potentiell-maligne eingestuft werden (Buerke B et al. Fortschr Röntgenstr 2010; 182: 852 – 860). Die solide pseudopapilläre Neoplasie (SPN) hat ein geringes malignes Potenzial und macht insgesamt einen Anteil von ca. 1 – 2 % an den zystischen Pankreasneoplasien aus. Daran erkranken wiederum ca. 90 % Frauen mit Bevorzugung der 2. und 3. Lebensdekade (Ganeshan DM et al. Abdom Imaging 2013; 38: 1373 – 1382). Die SPN ist in der Mehrzahl der Fälle ein Zufallsbefund und nur sehr selten symptomatisch. Zudem haben diese Tumore insgesamt zwar ein geringes Malignitätspotenzial, sollten jedoch wegen der hervorragenden Prognose durch Resektion umgehend therapiert werden (Ganeshan DM et al. Abdom Imaging 2013; 38: 1373 – 1382).