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DOI: 10.1055/s-0044-1794386
Gesundes Altern fördern: Gemeinschaftliche Entwicklungsperspektiven und integrative Lösungen. Gemeinsamens Symposium der Kompetenzgruppe Gerontologie der ÖGPH und der Sektion Gerontologie der ÖGGG
Authors
Gesundes, selbstständiges Altern mit hoher Lebensqualität ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, für die es kreative und innovative gesellschaftliche Lösungen erfordert. Zu den schwerwiegendsten Gesundheitsbedrohungen älterer Menschen zählen etwa Frailty, ein Syndrom, das sowohl für die Betroffenen als auch für das Gesundheitssystem eine enorme Belastung darstellt, und der Klimawandel, der mit Hitzewellen, Luftverschmutzung, neunen Allergenen und Infektionsmöglichkeiten und extremen Wetterereignissen spezifische Gesundheitsrisiken für ältere Menschen mit sich bringt. Die Lösungen dafür erfordern individuelle, aber vor allem gesellschaftliche Maßnahmen, die besonders in der Gesundheitsförderung aber auch in der Prävention (Verhinderung von Krankheiten, Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und Institutionalisierung) liegen. Eine zentrale Herausforderung im Zusammenhang mit gesundem Altern besteht in der Schaffung von Entwicklungsperspektiven in der Gemeinschaft. Lebensräume, inklusive gebauter und sozialer Umwelt, müssen so gestaltet werden, dass sie die soziale Teilhabe, Mobilität und das allgemeine Wohlbefinden älterer Menschen unterstützen, und dabei gleichzeitig gesundheitliche Bedrohungen und Barrieren für ältere Menschen ausgleichen. Barrierefreie Infrastruktur, digitale Lösungen, die unterstützen und nicht überfordern, grüne Räume, inter-generationale Begegnungszonen und eine gute Anbindung an Gesundheitsdienste sind hier wesentliche Faktoren. Die heterogene Struktur der älteren Bevölkerung erfordert diversitätsorientierte Versorgungsmodelle, die demographische, kulturelle, soziale und ökonomische Unterschiede berücksichtigen. Eine bedarfsgerechte und inklusive Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung ist entscheidend, um allen älteren Menschen, unabhängig von ihrem Hintergrund, eine adäquate Betreuung und Unterstützung zu bieten. Zur Entwicklung möglicher Lösungen braucht es Partizipation älterer Menschen, um deren Bedürfnisse und Perspektiven in wissenschaftliche Studien und gesundheitspolitische Entscheidungen einzubringen. Schließlich sind ethische Aspekte in neuen Versorgungsstrukturen zu berücksichtigen. Mit dem Einsatz neuer Technologien und der Veränderung von Pflegekonzepten müssen ethische Fragen zum Schutz der Rechte und der Würde unter Wahrung der Autonomie der älteren Menschen sichergestellt werden. Im gemeinsamen Symposium der Kompetenzgruppe Gerontologie der ÖGPH und der Sektion Gerontologie der ÖGGG werden ganzheitliche und interdisziplinäre Herangehensweise, die die vielfältigen Bedürfnisse und Perspektiven älterer Menschen berücksichtigt erörtert und diskutiert, mit der Absicht zu nachhaltig Lösungen zu einer verbesserten Versorgung älterer Menschen beizutragen, die zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden und somit mehr Gesundheit beitragen.
Publication History
Article published online:
05 December 2024
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