Notfall Medizin 2003; 29(1/2): 28-31
DOI: 10.1055/s-2003-37798
Praxis

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Faktoren der Schmerzchronifizierung

Angst und DepressionR. Wörz1
  • 1Schmerzzentrum, Bad Schönborn
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Publication Date:
11 March 2003 (online)

Zusammenfassung

Schmerz kann als Ausdruck einer drohenden oder eingetretenen Gewebeschädigung oder aber im Rahmen psychischer Störungen auftreten. Er ist Empfindung und Gefühl beziehungsweise Gefühlsempfindung, allgemein ausgedrückt ein Bewusstseinsinhalt. Bewusstsein ist ein unmittelbares Faktum. Seine Kennzeichen sind Erlebnisqualität und Intentionalität, der Bezug auf Gegenstände im Raum, Ereignisse in der Zeit oder auf inneres Erleben. Werden bei anhaltenden Schmerzsyndromen gleichzeitig bestehende depressive Störungen oder Angstsyndrome nicht beachtet, so kann dies zur Chronifizierung führen. Bedeutende Faktoren sind dabei Isolation und Vereinsamung.

Summary

Pain can be an expression of an impending or real injury or of a mental disorder. Pain is both sensation and emotion, in general contents of consciousness. Its characteristics are the quality of experience and intentionality, i.e. the relation to objects in space, events in time or ideas. If the comorbidity of pain states with depressive disorders or anxiety syndromes are neglected, chronification continues. Isolation and lone-liness are chronification factors too.

Literatur

Anschrift des Verfassers

PD Dr. Roland Wörz

Neurologe und Psychiater

Schmerzzentrum

Friedrichstr. 73

76669 Bad Schönborn