Zusammenfassung
Seit über 100 Jahren wird Epinephrin (Adrenalin) bei der kardiopulmonalen Wiederbelebung
verwendet. Es erhöht jedoch den myokardialen Sauerstoffverbrauch und kann ventrikuläre
Arrhythmien begünstigen. Erfolgreich wiederbelebte Patienten haben deutlich höhere
Spiegel des endogenen Hormons Vasopressin (Antidiuretisches Hormon, ADH) als Patienten,
bei welchen die Wiederbelebungsversuche frustran waren. Vasopressin führte in Tierversuchen
zu einem erhöhten Blutfluss in lebenswichtigen Organen, verbesserte die Sauerstoffversorgung
des Gehirns und das neurologische Outcome nach einer Wiederbelebung. In einer kleineren
klinischen Studie zeigte sich, dass mit Vasopressin behandelte Patienten eine bessere
Überlebensrate hatten als alleine mit Adrenalin behandelte Patienten.
Literatur
- 1
Wenzel V. et al. .
A comparison of Vasopressin and Epinephrine for out-of-hospital cardiopulmonal resusciation.
N Engl J Med.
2004;
350
105-113
Anschrift des Verfassers
Dr. med. Andreas H. Leischker
Facharzt für Innere Medizin-Rettungsmedizin
St. Bonifatius-Hospital
Abteilung Innere Medizin
49808 Lingen (Ems)