Zusammenfassung
Repertoriumsrubriken für Mastitis und kurze Beschreibung der wichtigsten Arzneimittel.
Summary
The repertory's rubrics for mastitis and a short description of the main remedies.
Schlüsselwörter
Mastitis - Brustentzündung - Repertorien
Keywords
Mastitis - inflammation of mammae - repertories
Anmerkungen
01 Die vier Grade bei Hering und Knerr -
I = bestätigt,
II = häufiger bestätigt oder, wenn nur einmal bestätigt, eindeutig dem Genius
der Arznei zugehörig,
I = verifiziert durch geheilte Fälle,
II = wiederholt verifiziert - wurde in die drei Grade des Kent'schen
Repertoriums übertragen:
I und II = einwertig,
I = zweiwertig,
II = dreiwertig.
02 Es wurde jeweils der niedrigere Grad übernommen.
03 Es wurde jeweils der niedrigere Grad übernommen.
04 Ein Beleg in der Materia medica ist für Sabadilla nicht zu finden. Möglicherweise
meint O. Boericke Sabal serrulata.
05 Laur. ist bei Boger unter „Chest - mammae - inflamed” einwertig gelistet. In der
Reinen Arzneimittellehre von Hartlaub und Trinks finden sich nur 7 Einträge zu feinem
Stechen in der linken weiblichen Brust, kein Hinweis auf Mastitis. Die einzige Quelle,
die zu dieser Behauptung zu finden ist, nennt Clarke: „Der Szirrhus der Mamma schwillt
plötzlich am, sieht dunkel und bösartig aus, mit schießenden Schmerzen. R.T.C.” Hiermit ist Robert T. Cooper gemeint (1844-1903); der Eintrag kann also nicht auf
Bönninghausen (1785-1864) zurückgeführt werden und erscheint grundsätzlich als Einzelbeobachtung
fragwürdig.
06 Hier wie in den folgenden Rubriken ist festzustellen, dass die wertvollen Hinweise
von Hering, die Knerr in seinem Repertorium (hrsg. 1921) festgehalten hat, nur bruchstückweise
und ohne erkennbare Systematik in die neuen Repertorien übernommen wurden.
07 Kent hat die Schmerzcharakteristika (brennend, stechend usw.) in der Rangfolge über
die Modalitäten gestellt, sodass diese Rubriken nur bei systematischer Durchsuchung
aufzufinden sind. In den neueren Repertorien (SY ab 9. Aufl., RU) wurde dieser Mangel
behoben.
08 Der vierte Grad (Großbuchstaben) wurde hier ebenfalls als dritter Grad (halbfett)
wiedergegeben.
Literatur
- 01 Bönninghausen Cv. Therapeutisches Taschenbuch (TB). hrsg. von Gypser KH, 2. Aufl.
Stuttgart; Sonntag 2002
- 02 Boericke O. Repertory. in: Boericke W: Pocket Manual of Homoeopathic Materia Medica,
1927. Reprint New Delhi; Jain Publishers 1993
- 03 Boger C M. Boenninghausen's Characteristics. Materia Medica and Repertory, 1905.
Reprint New Delhi; Jain Publishers 1996
- 04 Hartlaub C G C, Trinks C F. Reine Arzneimittellehre. 1. Bd. Leipzig; Brockhaus
1828
- 05 Kent J T. Repertory (KR). 6th Edition, 1920. Reprint New Delhi; Jain Publishers
1981
- 06 Knerr C B. Repertory of Hering's Guiding Symptoms,1921. Reprint New Delhi; Jain
Publishers 1993
- 07 Lippe C. Repertory to the More Characteristic Symptoms of the Materia Medica, 1880. Reprint
New Delhi; Jain Publishers 1992
- 08 Mezger J. Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre. 2 Bde., 8. Aufl. Heidelberg;
Haug Verlag 1988
- 09 Murphy R. Homeopathic Medical Repertory. Pagosa Springs; Hahnemann Academy of North
America 1993
- 10 Phatak S R. A Concise Repertory of Homoeopathic Medicines. 2nd ed. Reprint 1994
New Delhi; B. Jain Publishers 1921
- 11 Schroyens F, Hrsg.. Synthesis (SY). 7. Auflage Greifenberg; Hahnemann Institut
1998
- 12 Seideneder A. Mitteldetails der homöopathischen Arzneimittel. 3 Bde., 2. Aufl.
Ruppichteroth; Similimum 2000
- 13 Vint P. Der Neue Clarke. Bd. 5. Bielefeld; Stefanovic 1992
- 14 Zandvoort Rv. Repertorium Universale (RU). 2 Bde Ruppichteroth; Similimum o.J.
(2004)
Anschrift des Verfassers
Gerhard Bleul
Alt-Oranischer Platz 6
65520 Bad Camberg