Ziele: Zu untersuchen, ob durch die simulatane intravenöse Applikation eines SPIO (Ferucarbotran,
Resovist, Schering AG, Berlin) gefolgt von einem Gadoliniumchelat die Detektion fokaler
Leberläsionen verbessert werden kann. Methode: Nach Genehmigung durch die zuständigen Ethikkommissionen wurden in sechs Kliniken
Patienten eingeschlossen. Als Eingangsuntersuchung diente der Nachweis einer fokalen
Leberläsionen mittels dynamischer S/MS-CT mit zwei Kontrastmittel-Phasen. Insgesamt
wurden bei 74 Patienten 202 Leberläsionen ausgewertet. Die Zahl der Läsionen wurde
mittels Referenzuntersuchungen für die jeweilige Tumorentität festgelegt. Nach nativen
Sequenzen (T1-w GRE, T2-w TSE, T2-w HASTE und T2*-w GRE) wurde zunächst 1.4ml Ferucarbotran
iv.-appliziert, bis zur zehnten Minute dynamische T1-w GRE Messungen aufgenommen und
anschließend die nativen Sequenzen wiederholt. Abschließend wurde ein Gd-Chelat (0.1
mmol/kg) iv.-appliziert und drei Phasen mit einer T1-w GRE Messung aufgenommen (30s,
70s und 120s). Alle Aufnahmen wurden on-site zum Nachweis fokaler Läsionen nach einem
topographischen Schema ausgewertet und quantitativ zur Bestimmung von Signal- und
Kontrastveränderungen ausgemessen (Wilcoxon-Test). Ergebnis: Der Nachweis hypervaskulärer Läsionen wie HCC“s verbesserte sich signifikant von
47 Läsionen nativ und 63 Läsionen nach Ferucarbotran auf 85 Läsionen im Doppelkontrast.
Der Tumorkontrast war dabei in der arteriellen Doppelkontrast-Phase mit 0.236 am höchsten.
Der Nachweis hypovaskulärer Läsionen wie Metastasen konnte nicht verbessert werden
(33 Läsionen nativ, 35 Läsionen nach Ferucarbotran und 39 Läsionen im Doppelkontrast).
Schlussfolgerung: Durch die Kombinationen eines SPIO wie Ferucarbotran und eines Gd-Chelats zur Doppelkontrastuntersuchung
der Leber wird der Nachweis hypervaskulärer Läsionen signifikant verbessert. Das gewählte
Doppelkontrastprinzip bietet sich besonders bei Patienten mit einem hohen Risiko für
ein HCC an.
Korrespondierender Autor: Reimer P
Klinikum Karlsruhe, Radiologie/ZIBID, Moltkestraße 90, 76133, Karlsruhe
E-Mail: Peter.Reimer@klinik.uni-karlsruhe.de
Schlüsselwörter
Leber - SPIO - Gadolinium - Dopelkontrast - hypervaskuläre Raumforderungen