Abstract
During the last decade cyclosporin A (CsA) - well-established in human transplantation
- has been increasingly used in clinical studies for autoimmune diseases. CsA proved
to be an effective treatment for rheumatoid arthritis (RA) in several placebo-controlled
studies as well as in comparison with other DMARD (d-peniciliamine, azathioprine,
injectible gold). The evolution of CsA in RA includes increasing evidence that it
is capable of retarding joint destruction and an effective partner in combination
therapy with methotrexate and chloroquine. Effectiveness has also been shown in open
clinical studies in systemic lupus erythematosus, psoriatic arthritis and adult Still's
syndrome. The well-known risks of CsA therapy including renal toxicity and hypertension
have been reduced by establishing and strictly using dosage and monitoring guidelines
(starting dose 2.5-3 mg/kg/day, maximum dose 5 mg/kg, dosage reduction if serum creatinine
rises > 30% above baseline) with toxicity rate now corresponding to other highly effective
DMARD, e.g. methotrexate. By using a new microemulsion formulation former pharmacokinetic
variability has been reduced and bioavailability increased.
Zusammenfassung
Nach erfolgreichem Einsatz in der Transplantationsmedizin wird Cyclosporin A (CsA)
seit mehr als zehn Jahren auch zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten in Studien
erprobt. In der Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) konnte seine Wirksamkeit
zunächst in zahlreichen plazebo-kontrollierten Studien, dann durch den Nachweis der
Äquipotenz u.a. mit D-Penicillamin, Azathioprin und parenteralem Gold in doppelblinden
Vergleichsstudien gesichert werden. In den letzten Jahren wurde in einer Reihe kontrollierter
Studien nachgewiesen, daß CsA auch zu den destruktions-retardierenden Substanzen gehört.
In der DMARD-Kombinationstherapie hat die Substanz sich in Kombination mit Methotrexat
und Antimalariamitteln bewährt, weitere Kombinationen werden gegenwärtig getestet.
Positive Erfahrungen mit CsA wurden in kleineren Fallserien u.a. auch bei der Arthritis
psoriatica, beim SLE und beim adulten Still-Syndrom gesammelt. Durch die Einhaltung
strenger Richtlinien zur Dosierung (Startdosis 2,5-3 mg/kg/ die, obere Grenzdosis
5 mg/kg) und zur Überwachung (Dosisreduzierung bei Anstieg des Serum-Kreatinins auf
30%) sind heute auch die ursprünglich gefürchteten Risiken der CsA-Therapie, in erster
Linie die Entwicklung von Nephrotoxizität, minimiert worden. Insgesamt kann die Substanz
daher als ähnlich verträglich wie vergleichbare andere DMARD, z.B. Methotrexat, betrachtet
werden, bedarf aber wie diese einer konsequenten Überwachung. Durch die Etablierung
einer Mikroemulsion konnte die frühere pharmakokinetische Variabilität und Störungsanfälligkeit
mit schwankender Bioverfügbarkeit der Substanz deutlich verbessert werden.