Zusammenfassung
Aus den Daten von 25 544 Lärmarbeitern werden drei Gruppen gleich alter und gleich
hoch exponierter Probanden ausgewählt, um an ihnen die Auswirkungen der verschieden
langen Lärmexpositionszeit zu untersuchen. Es wird für jede Gruppe, getrennt nach
Männern und Frauen, eine Regressionsanalyse durchgeführt. Die Untersuchungsanordnung
ist dabei so gewählt, dass der Anstieg der Regressionsgeraden (Regressionskoeffizient)
ausschließlich die Auswirkungen der Lärmexposition auf den Hörverlust repräsentiert.
Es zeigt sich, dass sich die Regressionskoeffizienten für Männer und Frauen nicht
unterscheiden. Entgegen bisherigen Angaben in der Literatur besteht also kein geschlechtsspezifischer
Unterschied der Auswirkungen der beruflichen Lärmexposition auf das Hörvermögen. Das
durchschnittlich schlechtere Gehör der Lärmarbeiter ist durch die stärkere Auswirkung
der Presbyakusis im Vergleich zu den Lärmarbeiterinnen bedingt.
Summary
Out of data on 25,544 workers exposed to noise three groups of the same age and of
equally high exposure are selected, which serve to study the effects of the varying
periods of noise exposure. A regression-analysis is made for both men and women in
each group. Due to the method of analysis chosen the ascent of the regression-line
(regression-coefficient) represents exclusively the effects of noise-exposure on the
loss of hearing. The regression-coefficients for men and women turn out to be the
same. Thus, contrary to previous studies, there is no difference between men and women
in the effects of occupational noise-exposure on the ability to hear. The fact that
male workers exposed to noise suffer usually from a more deteriorated sense of hearing
than female workers can be explained by the increased effects of presbyacusis.