Summary
Complete closure of the pericardium after cardiac operation would have the advantage
of avoiding injury of the heart and great vessels should repeat sternotomy prove to
be necessary. In such situations, various pericardial closure techniques have been
described. Synthetic materials produced severe scarring, while xenografts appeared
to be satisfactory, although fibrous reactions and aseptic cystic formations have
been reported recently. Between 1985 and 1986 we closed the pericardium with GORE-TEX®-Surgical
Membrane in a selected series of 72 patients aging 1 month to 76 years, median 24
years. Overall hospital mortality was 3/72 cases. In no instance was there a relationship
between death occurrence and pericardial closure through Surgical Membrane. There
were 5 cases each of low cardiac output and rethoracotomy because of bleeding. No
cardiac tamponade occurred. Two patients had to be reoperated three and four weeks
after primary repair. Surgical Membrane was explanted. Electron microscopy examination
showed no cellular ingrowth in the low porosity membrane. No immunocompetent cellular
Compounds were present on either side of the graft. Follow-up interval averaged 13
months. No complication related to pericardial closure has occurred until now. The
Surgical Membrane has the advantages of easy availability, of lack of reactions both
between its surface and the underlying epicardium and with the rest of the pericardium.
We believe its routine use should be encouraged mainly in patients with high probability
of reoperation.
Zusammenfassung
Mit dem vollständigen Verschluß des Perikards nach einer Herzoperation läßt sich das
Risiko einer Verletzung des Herzens und der großen Gefäße im Falle einer erneuten
Sternotomie bei der Reoperation erheblich senken. Hierfür wurden inzwischen verschiedene
Techniken des Perikardverschlusses beschrieben. Synthetische Materialien verursachten
schwere Narbenbildungen, während biologischer Perikardersatz zu zufriedenstellenden
Ergebnissen führte. Vor kurzem wurde jedoch auch hier von bindegewebigen Reaktionen
und aseptischer Zystenbildung berichtet. 1985 bis 1986 verschlossen wir in einer Serie
von 72 ausgewählten Patienten im Alter von einem Monat bis 76 Jahren, im Mittel 24
Jahre, das Perikard mit GORE-TEX®-Surgical Membrane. Die perioperative Mortalität
betrug 3 von 72 Fällen. In keinem Fall bestand eine Beziehung zwischen dem letalen
Ausgang und dem Perikardverschluß mit der Surgical Membrane. Verminderter Cardiac-output
und Rethorkotomie wegen Nachblutung traten in jeweils fünf Fällen auf. Keine Perikardtamponade
wurde beobachtet. Zwei Patienten wurden drei bis vier Wochen nach der ursprünglichen
Operation reoperiert, wobei die Surgical Membrane explantiert wurde. Die elektronenmikroskopische
Untersuchung zeigte, daß das umliegende Gewebe nicht in diese kleinporige Membrane
einwächst. Beide Seiten des Perikardpatches waren frei von immunkompetenten zellulären
Bestandteilen. Die Nachuntersuchung erfolgte im Mittel nach 13 Monaten. Keinerlei
Komplikationen, die mit dem Perikardverschluß im Zusammenhang standen, waren bisher
zu verzeichnen. Die Surgical Membrane hat zwei Vorteile: Neben ihrer unbeschränkten
Verfügbarkeit gibt es keine Fremdkörperreaktionen, weder zwischen ihrer Oberfläche
und dem darunterliegenden Epikard noch mit dem übrigen Perikard. Unserer Meinung nach
sollte sie routinemäßig in allen Fällen eingesetzt werden, in denen das Risiko einer
Reoperation als hoch eingeschätzt werden muß.
Key words
Reoperation - Pericardium-expanded Polytetrafluoroethylene