Inf Orthod Kieferorthop 2006; 38(4): IV
DOI: 10.1055/s-2007-960538
Editorial

© Georg Thieme Verlag

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P. Schwärzler
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Publication Date:
24 January 2007 (online)

In ihrem 38-jährigen Bestehen hat die IOK nur viermal ein ganzes Heft einem einzelnen Autor gewidmet. Dies waren Arne Björk, Lawrence F. Andrews, Robert M. Rickets und Rudolf Slavicek. Es ist längst an der Zeit, Vincent George Kokich in diese erlesene Reihe zu stellen.

V. G. Kokich ist seit vielen Jahren wohl einer der begehrtesten Referenten auf allen kieferorthopädischen Kongressen der Welt. Durch seine zahllosen Publikationen, Vorträge und Kurse ist sein Bekanntheitsgrad in der internationalen Kollegenschaft unerreicht.

Vincent Kokich ist seit 30 Jahren Mitglied des Lehrkörpers der Kieferorthopädischen Abteilung der University of Washington in Seattle, seit 1986 Professor und bis 1997 war er dort Leiter der Forschung und Ausbildung. Auch heute noch behandelt er Patienten in seiner Praxis in Tacoma, Washington. Von 1993 bis 2001 war er Direktor des American Board of Orthodontics und dessen Präsident von 2000 bis 2001.

Vincent Kokich ist seit 1988 Mitherausgeber der Practical Reviews in Orthodontics und seit 1992 auch des Angle Orthodontist. Gerade seine seit diesen fünfzehn Jahren dort erscheinende Serie „What's New in Dentistry” hat seinen Kontakt zur allgemeinen Zahnheilkunde und zu den anderen zahnärztlichen Spezialgebieten extrem intensiviert. Es hat wohl niemand mehr über interdisziplinäre Behandlung zu sagen als er.

Im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Vortragenden unseres Fachgebiets hat Vincent Kokich nie ein Produkt propagiert, sich nie am Technologie-Wettlauf beteiligt. Seine Stärke sind klare, didaktisch perfekt dargestellte Konzepte für die großen Probleme der Kieferorthopädie, unter Einbeziehung der benachbarten Fächer. Er hat evidence based orthodontics gelehrt und gelebt, lange bevor das zum Schlagwort wurde.

„Vince” - als den ihn so viele in der Kieferorthopädie kennen, ist trotz allem ein liebenswürdiger Gentleman geblieben. Als seinen größten Erfolg bezeichnet er die 38-jährige Ehe mit seiner Frau Marilyn und die daraus hervorgegangenen vier Kinder.

Ich bedanke mich bei Professor Vincent Kokich im Namen des Verlages und der gesamten Redaktion für seine zahlreichen Artikel, die wir in den letzten fünfzehn Jahren in der IOK publizieren durften. Mein ganz persönlicher Dank gilt ihm für die angenehme und unglaublich professionelle Zusammenarbeit bei der Erstellung des vorliegenden Heftes!

Gemeinsam möchten Vince und ich diese Ausgabe unserem verstorbenen Freund widmen, dem Mann, der die IOK maßgeblich mitbegründet hat, und dem wir eine 15-jährige Freundschaft verdanken - Ernst Hösl.