Kardiologie up2date 2007; 3(2): 161-172
DOI: 10.1055/s-2007-966600
Kardiovaskuläre Notfälle

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Was ist neu in den Reanimationsleitlinien für den Erwachsenen?

Hans-Richard  Arntz
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
06. Juli 2007 (online)

Kernaussagen

Die neuen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimationen stellen die Bedeutung der Herzdruckmassage in den Vordergrund. Die Wiederbelebung beginnt mit der Herzdruckmassage, das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung ist auf 30 : 2 geändert. Im Falle der Unwilligkeit des Helfers zu beatmen, wird die Herzdruckmassage als Alleinmaßnahme akzeptiert. Um die Pausen der Thoraxkompression maximal zu reduzieren, wird nur noch einmal defibrilliert und nicht mehr in Serien von 3 Schocks, dabei werden nach jedem Schock die mechanischen Reanimationsmaßnahmen über 2 Minuten fortgesetzt. Amiodaron ist das Antiarrhythmikum der Wahl bei schockrefraktärem Kammerflimmern. In der Nachbehandlung kommt der therapeutischen Hypothermie eine entscheidende Bedeutung zu. Der Algorithmus zur Basisreanimation gilt für alle Reanimationssituationen mit Ausnahmen der Reanimation des Neugeborenen und des Säuglings.

Literatur

Prof. Dr. med. Hans-Richard Arntz

Charité, Campus Benjamin Franklin

Med. Klinik II, Kardiopulmologie

Hindenburgdamm 30

12200 Berlin

eMail: hans-richard.arntz@charite.de