Hintergrund:
Durch die immer häufiger durchgeführten CT-Untersuchungen des Thorax mit dem Nachweis
von peripheren Herdbefunden in der Lunge wird die Dignitätsabklärung peripherer Lungenrundherde
zu einer Fragestellung mit wachsender Bedeutung. Die transbronchiale Lungenbiopsie
nach Herdsondierung unter Röntgendurchleuchtung führt bei Läsionen >2cm in 60% und
bei Herden <2cm nur in 30% aller Fälle zur richtigen Diagnose.
Material und Methoden:
Mithilfe des superDimension Navigationssystems wurden bei 32 Patienten CT-gesteuert
periphere Rundherde (Durchmesser 8–33mm, Distanz zur Pleura 2–32mm) mit der flexiblen
Zange und der flexiblen Kryosonde biopsiert. Als Goldstandard für die richtige Diagnose
wurde die Gesamtbeurteilung aller zur Verfügung stehenden Untersuchungsergebnisse
definiert.
Ergebnisse:
Bei der Registrierung lag der mittlere CT-scan/real-Shift im Mittel zwischen 1,6mm
und 5,6mm, Median 2,6mm. Die Distanz der Navigationssonde zum Zentrum des Ziels vor
dem Plazieren des Biopsiekatheters lag zwischen 3mm und 14mm. Bei 25 von 32 Patienten
konnte mittels navigierter Zangenbiopsie und bei 28 von 32 Patienten mittels navigierter
Kryosondenbiopsie die richtige Diagnose gestellt werden. Ein Patient hatte postinterventionell
einen Pneumothorax. Es kam zu keiner interventionspflichtigen Blutung.
Schlussfolgerung:
Die elektromagnetische Navigation ist sicher und kann die Rate richtiger Ergebnisse
bei der bronchoskopischen Abklärung peripherer Lungenrundherde deutlich erhöhen.