Zusammenfassung
Die aktuelle Prävalenz Methicillin-resistenter Staphylococcus - aureus-Stämme (MRSA)
von 20,7 % in Deutschland, eine mögliche Ausbreitung von cMRSA und die erschwerte
effektive Therapie von manifesten MRSA-Infektionen kann bei knapper werdenden finanziellen
und personellen Ressourcen im Gesundheitssystem schnell zu kritischen Situationen
führen. Der strikten Einhaltung krankenhaushygienischen Maßnahmen, der effektiven
Infektionskontrolle, der Implementierung von Präventionsstrategien und der adäquaten
antimikro-biellen Therapie kommt in der Senkung der MRSA-Prävalenz eine zentrale Stellung
zu. MRSA-Infektionen des muskuloskelettalen Systems bedürfen neben allgemeinen Hygienemaßnahmen
ein konsequentes chirurgisches und antibiotisches Vorgehen. Häufig sind auf dem Weg
zur Infektsanierung komplexe Revisionseingriffe erforderlich. Infektrezidive bei diesen
Patienten müssen bis zum Beweis des Gegenteils als MRSA-positiv eingestuft werden.