Inf Orthod Kieferorthop 2008; 40(1): 59-67
DOI: 10.1055/s-2008-1004746
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Der Vergleich einer GNE-Apparatur mit Bändern und einer direkt geklebten GNE-Apparatur als Verankerung bei der Therapie mit Gesichtsmaske

Comparison of Protraction Facemask Response Using Banded and Bonded Expansion Appliances as Anchorage[1] P. Ngan1 , E. Cheung1 , S. H. Y. Wei1
  • 1Department of Orthodontics, West Virginia University, School of Dentistry, Morgantown, USA
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Publication Date:
05 June 2008 (online)

Zusammenfassung

Die Gesichtsmaske wurde in Kombination mit verschiedenen festsitzenden Apparaturen verwendet, die als Verankerung bei der Korrektur einer Klasse III mit einem mikrognathen Oberkiefer dienten. Gegenstand dieser Studie war der Vergleich zwischen der Gaumennahterweiterungsapparatur mit Bändern und einer, die direkt auf die Zähne geklebt wird, bei gleichzeitiger Verwendung einer Gesichtsmaske. Die Studie untersuchte Fernröntgenseitenbilder vor und nach der Behandlung von 20 Patienten, die mit der direkt geklebten GNE-Apparatur behandelt wurden, 20 Patienten denen eine herkömmliche GNE-Apparatur (mit Bändern) eingesetzt wurde und einer Kontrollgruppe von 20 Patienten, die keine Behandlung erhielten. Unterteilt waren die Patienten außerdem nach Geschlecht, Alter und skelettaler Morphologie. Die durchschnittliche Behandlungszeit für die Gruppe der direkt geklebten GNE-Apparatur war 10 ± 2,1 Monate und für die Gruppe der GNE-Apparatur mit Bändern 9,5 ± 1,9 Monate. Es wurden traditionelle FRS-Analysen ebenso wie die Analyse nach Pancherz verwendet, um die dentalen und skelettalen Veränderungen zu dokumentieren. Die Daten wurden mit der univarianten Varianzanalyse (ANOVA) bearbeitet. Es war kein signifikanter Unterschied in der Vorwärtsbewegung des Oberkiefers zwischen der direkt geklebten GNE-Apparatur und der Apparatur mit Bändern feststellbar. Die Bewegung des Oberkiefers war mit 1,0 mm beziehungsweise 1,7 mm größer als die der Kontrollgruppe. Die vollständige Abdeckung der Okklusalfläche mit Kunststoff vergrößerte das Ausmaß der Vorverlagerung nicht. Verankerungsverluste wurden in beiden Gruppen beobachtet. Die skelettale und dentale Korrektur von Overjet und Overbite war in beiden Untersuchungsgruppen ähnlich. Die Erweiterung und Protrusion des Oberkiefers wurde unabhängig vom Typ der Verankerungsapparatur von einer vertikalen Auslenkung der Maxilla, einem Anstieg der unteren Gesichtshöhe und einer Vertikalentwicklung der letzten Molaren begleitet.

Abstract

A protraction headgear has been used in combination with various fixed appliances as anchorage to correct Class III malocclusions with maxillary deficiency. The objective of this study was to compare the treatment response of maxillary protraction in combination with either the banded or the bonded rapid palatal expansion appliance. The sample consisted of pre- and posttreatment cephalometric radiographs of 20 patients treated with the banded expansion appliance, 20 patients treated with the bonded expansion appliance, and 20 control patients with no treatment who were matched in sex, age, and skeletal morphology. The average treatment time for the bonded group was 10 ± 2.1 months and the banded group was 9.5 ± 1.9 months. Traditional cephalometric measurements as well as the Pancherz analysis were used to describe the dental and skeletal changes in response to treatment. Data were analyzed using the analysis of variance (ANOVA) and paired t-test. There were no significant differences in the forward movement of the maxilla between the banded and bonded expansion groups. The forward movement of the maxilla was 1.0 mm and 1.7 mm greater than in the control group, respectively. The full coverage of the occlusal surface by acrylic did not increase the efficiency of forward maxillary movement. Loss of anchorage was found in both treatment groups. The skeletal and dental contributions to the correction of overjet and overbite were quite similar in the two treatment groups. Maxillary expansion and protraction was accompanied by vertical displacement of the maxilla, increase in lower face height, and vertical eruption of posterior molars, irrespective of the type of anchorage appliance.

1 Der Artikel erschien erstmals in der Zeitschrift: Semin Orthod 2007; 13: 175-185.