Geburtshilfe Frauenheilkd 1989; 49(4): 394-395
DOI: 10.1055/s-2008-1026607
Klinische Einzelbeobachtungen

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Intrauterine Hirnblutung als Ursache eines Hydrocephalus

Intrauterine Cerebral Haemorrhage as the Cause of HydrocephalusM. Wunsch, H. J. Künzig
  • Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus, Frauenklinik (Chefarzt Prof. Dr. med. H. J. Künzig), Siegen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. März 2008 (online)

Zusammenfassung

Intrakranielle Blutungen bei frühgeborenen Kindern wie auch bei Risikoneugeborenen sind ein bekanntes Problem; eine der möglichen posthämorrhagischen Komplikationen ist der Hydrocephalus. Meist werden für das Auftreten von Blutungen intra- und postpartale Komplikationen verantwortlich sein. Der Stellenwert einzelner Faktoren wie Azidose, Geburtstrauma, postpartale Versorgung und Infusionstherapie oder postpartaler Komplikationen ist jedoch schwierig zu bewerten.

Die folgende Kasuistik berichtet über den seltenen Fall einer präpartal aufgetretenen intraventrikulären Blutung, welche bei einer unauffällig verlaufenden Schwangerschaft zu einer Hydrocephalusbildung geführt hat. Nachdem sich in der 32. SSW noch ein unauffälliges Hirnventrikelsystem und unauffällige Kopfmaße fanden, wurde im Rahmen einer Screening-Untersuchung zufällig die Hydrocephalusentwicklung in der 36. SSW diagnostiziert.

Abstract

Intracranial haemorrhages in before-term children and risk newborn are a well-known problem, hydrocephalus being one of the possible posthaemorrhagic complications. In most cases intrapartal and postpartal complications will be responsible for the occurrence of haemorrhages. However, in this regard it is difficult to assess the ranking of individual factors such as acidosis, birth trauma, postpartal care and infusion therapy or postpartal complications.

The following case report concerns a rare case of prepartal intraventricular bleeding resulting in hydrocephalus in an otherwise uneventful pregnancy course. Whereas in the 32nd pregnancy week both the cerebral ventricular system and the dimensions of the head had been normal, development of hydrocephalus was discovered at random in the 36th week during a screening procedure.