Zusammenfassung
In einer Übersicht wird die Häufigkeit der mit elektrophysiologischen Methoden untersuchten
Krankheitsbilder aufgezeigt. Dabei wurden Erkrankungen der Retina (mit 51,2%) und
solche des N. opticus (21,8%) am häufigsten untersucht. Es gelang in einem hohen Prozentsatz
eine klinisch weiterführende Beurteilung. Als solche betrachten wir eine Diagnosebestätigung
bzw. Nichtbestätigung, eine Differentialdiagnose, eine andere Diagnose oder ein Aufklären
unklarer Krankheitsaspekte. Bei den hereditären retinalen Schädigungen blieben nur
11% der Untersuchungsergebnisse unklar, bei den entzündlichen Sehnervenerkrankungen
waren dies lediglich 6%.
Die Bedeutung elektrophysiologischer Untersuchungstechniken liegt dabei - auch bei
seltener untersuchten retinalen und zentralen Erkrankungen, bei unklaren Sehstörungen
und Systemerkrankungen - in der Einschätzung von funktionellen Beeinträchtigungen
in einzelnen Strukturen des Sehsystems.
Summary
The survey shows the frequency and distribution of diseases evaluated by electroophthalmological
methods. Patients with retinal diseases (51.2%) and those with diseases of the optic
nerve (21.8%) were examined most frequently. In a high percentage these investigations
lead to a clinically useful assessment: described as confirmation or exclusion of
a clinical diagnosis, as establishing a possible differential diagnosis or clearing
up formerly unknown aspects of a disease. In cases of hereditary retinal disorders
only 11% remained unclear, with presumed optic neuritis only 6%. The importance of
electroophthalmological investigations is there ability to assess functional deficits
in the visual system especially in somehow more rare retinal and centrally located
disorders, functional deficits of unknown origins or in general diseases including
the visual system.