Geburtshilfe Frauenheilkd 1989; 49(3): 259-261
DOI: 10.1055/s-2008-1035750
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Hemmung spontaner uteriner Kontraktionen durch Gestoden*

Suppression of Spontaneous Premature Labor through GestogeneW. Lechner, P. Kirchebner, G. Daxenbichler, Ch. Marth
  • Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Innsbruck (Vorstand: Prof. Dr. O. Dapunt)
* Herrn Professor Dr. Josef Zander zum 70. Geburtstag zugeeignet.
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. März 2008 (online)

Zusammenfassung

Obwohl die Schwangerschaftserhaltende Wirkung von Progesteron seit langem bekannt ist, konnte sich bis jetzt keiner der vielen Versuche, Progesteron oder synthetische Gestagene zur Hemmung vorzeitiger Wehen heranzuziehen, durchsetzen. Wir haben daher Gestoden, das derzeit stärkste bekannte Gestagen, das auch in seinem gesamten Wirkungsspektrum dem natürlichen Progesteron sehr ähnlich ist, auf seine tokolytische Wirksamkeit an 26 Uterusstreifenpräparaten, die anläßlich einer Sektio gewonnen wurden, untersucht. Wir fanden einen hochsignifikanten Abfall der uterinen Aktivität 10, 20 und 60 Minuten nach der Applikation von Gestoden 10-6 M.

Abstract

So far, in spite of the well known pregnancy maintaining effect of progesterone, not one of the many trials could succeed, in using progesterone or synthetic gestagens for tocolytic purposes. Therefore we have investigated the tocolytic effect of gestodene, which is supposed to be the most potent gestagene available at this time and which has, in addition, properties very similar to natural progesterone. In 26 uterine strips, obtained during cesarea section, we found a highly significant decrease of spontaneous uterine activity 10, 20 and 60 minutes after application of gestodene 10-6 M.