Zusammenfassung
Rückfußvalgusfehlstellungen sollten nach Versagen konservativer Maßnahmen operativ
angegangen werden. In der vorliegenden Arbeit werden Langzeitergebnisse von 63 Patienten
vorgestellt, die im Sinne einer extraartikulären Verblockung des unteren Sprunggelenkes
nach Grice operativ versorgt worden sind. Bei der überwiegenden Zahl der Patienten lag als Grunderkrankung
eine Zerebralparese vor. Bei den meisten Patienten konnte postoperativ die Gehfähigkeit
verbessert, jedoch der Einsatz von orthopädischen Hilfsmitteln nicht reduziert werden.
Die Spina bifida-Patienten zeigten im Vergleich zu den ICP-Patienten ein tendenziell
schlechteres Korrekturergebnis der Valguskomponente. Eine intraoperative Fixation
der korrigierten Talocalcanaeusstellung mit Kirschnerdrähten wirkte sich positiv auf
das Endergebnis aus. Die Grice-Operation scheint jedoch auf Grund nicht immer befriedigender
Langzeitergebnisse und vorzeitiger degenerativer Veränderungen im Chopart-Gelenk häufig
nicht als letzter und endgültiger Eingriff angesehen werden zu können. Nach Wachstumsabschluß
muß häufig eine subtalare Arthrodese durchgeführt werden.
Abstract
Deformities of the back foot should be operated after failed conservative treatment.
In this article long time results of 36 patients are demonstrated, which are operated
on extraarticular blocking (grice-OP) of the lower ankle. Most patients are suffering
on a cerebral palsy. Walking could be improved after surgery but we could not reduce
orthopaedic devices. In relation to Spina bifida patients CP-patients showed worse
correction of the back foot valgus. We got better results using k-whires for stabilisation
of the back foot. Grice-OP is able to prevent severe deformities but it is often followed
by an arthrodesis subtalar after growth arrest.