Akt Rheumatol 1997; 22: S24-S26
DOI: 10.1055/s-2008-1043667
TEIL 1

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Ökonomische Evaluation der Ergebnisqualität

Economic Evaluation of the Quality of OutcomeJ.  Rothfuß
  • Abteilung Rheumatologie, Zentrum für Innere Medizin und Dermatologie, Medizinische Hochschule Hannover
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Publication Date:
18 February 2008 (online)

Abstract

Costs and quality are two elements with a very sensitive equilibrium in medicine. To achieve high-quality medical care at the lowest possible cost level an integrative and interdisciplinary approach is necessary. Methodologically, "Cost-effectiveness Analysis" with its concentration on clinical outcome, and "Cost-utility Analysis", focusing on quality of life, are of major importance. Especially in rheumatology there is a wide gap between socioeconomic importance of rheumatic diseases and research done in this special discipline. Further research should focus on 1) indirect costs related to rheumatic diseases, 2) cost-effectiveness of treatment and surveillance of disease-modifying antirheumatic drugs, 3) costs and cost-effectiveness of inpatient and outpatient care, and 4) costs and outcome of rehabilitation.

Zusammenfassung

Es werden zunächst - spezifiziert für die Anwendung im Gesundheitswesen - grundlegende Aspekte zum Verhältnis von Kosten und Qualität dargestellt. Zielvorgabe ist ein z.B. im Konzept des "Outcomes Management" vorgedachtes integratives Zusammenwirken aller am Gesundheitswesen Beteiligten, um ein höchst mögliches Qualitätsniveau beim budgetierten Ressourceneinsatz zu erreichen. Als methodisches Instrumentarium sollten die am medizinische Outcome orientierte Kosten-Effektivitätsanalyse (KEA) und die am Status der Lebensqualität orientierte Kosten-Nutzwertanalyse (KNwA) zunehmende Bedeutung erlangen. Das Beispiel der rheumatischen Erkrankungen zeigt neben grundsätzlichen inhaltlichkonzeptionellen Problemfeldern der ökonomischen Outcomeevaluation, daß die vorhandenen Untersuchungen bei weitem nicht der ökonomischen Bedeutung rheumatischer Erkrankungen gerecht werden. Verstärkte Forschungsanstrengungen sind insbesondere auf den Gebieten: indirekte Krankheitskosten (v. a. Produktionsausfälle); Kosteneffektivität pharmakologischer Therapiestrategien und deren Überwachung; ambulante und stationäre Therapiekosten u.a. bei rehabilitativen Maßnahmen erforderlich. Nur so kann im Sinne der Patienten bei abnehmenden finanziellen Ressourcen eine möglichst optimale Allokation der vorhandenen Mittel gewährleistet werden.