Eur J Pediatr Surg 1984; 39(2): 102-105
DOI: 10.1055/s-2008-1044185
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

A Plea for Conservative Treatment of Large, Unruptured Omphaloceles

Ein Argument für die konservative Behandlung großer, nicht rupturierter OmphalozelenN. M. A. Bax , H. J. Mud , J. A. Noordijk , J. C. Molenaar
  • Department of Paediatric Surgery, University Hospital Sophia Children's, Rotterdam, The Netherlands
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Publication Date:
25 March 2008 (online)

Abstract

Forty-six babies with an unruptured omphalocele were admitted over a 10-year period. The conservative treatment consisted of the application of mercurochrome or an antibiotic powder, while the primary surgical treatment consisted of either full-layer closure or silastic sac insertion. Liver containing omphaloceles were considered large.

Of the 25 babies without associated life-threatening congenital anomalies, all 9 with a small omphalocele survived, irrespective of the method of treatment. Sixteen babies had a large omphalocele of which all 8 conservatively treated babies survived against only 4 of the 7 who underwent surgery. The remaining baby, weighing 960 g, died prior to treatment, due to respiratory distress. Eighteen of the 21 babies with associated life-threatening congenital anomalies died, irrespective the extent of the defect. Although the conservative treatment of the large defects did not result in an improved survival rate, therapy-related complications did not occur.

From this study it appears that large unruptured omphaloceles should be treated conservatively. Babies not doing well with a small omphalocele or a large one treated conservatively, will have one or more major associated anomalies, necessitating urgent diagnosis and treatment.

Zusammenfassung

In 10 Jahren wurden insgesamt 46 Säuglinge mit einer nicht rupturierten Omphalozele aufgenommen.

Als konservative Behandlung wurden Mercurochrom oder Antibiotika enthaltende Puder appliziert. Bei der primär chirurgischen Behandlung wurde der Defekt entweder schichtweise geschlossen oder es wurde ein Silastic-Beutel benutzt. Leber enthaltende Omphalozelen wurden als große Omphalozelen angesehen.

Von 25 Säuglingen ohne andere begleitende lebensbedrohliche kongenitale Anomalien hatten 9 eine kleine Omphalozele; sie überlebten alle, ungeachtet der Behandlungsweise. Die 16 übrigen hatten eine große Omphalozele: von diesen wurden 8 konservativ behandelt. Sie überlebten alle. Dagegen blieben nur 4 von den 7 chirurgisch Behandelten am Leben. Ein Säugling aus dieser Gruppe mit einem Gewicht von 960 Gramm verstarb an einem Atemnotsyndrom bevor es zur Behandlung der Omphalozele kam.

Von 21 Säuglingen mit begleitenden lebensbedrohlichen kongenitalen Anomalien starben 18 ungeachtet der Größe des Bauchwanddefektes. Obwohl die konservative Behandlung der großen Omphalozele nicht zu einer größeren Überlebensrate führte, kamen keine behandlungsbedingten Komplikationen vor.

Aus dieser Studie ergibt sich, daß große, nicht rupturierte Omphalozelen konservativ behandelt werden sollten. Bei Säuglingen mit einer kleinen oder großen, konservativ behandelten Omphalozele, deren Zustand sich verschlechtert, besteht Verdacht auf das Vorliegen ernster begleitender Anomalien, die eine schnelle Diagnose und Behandlung erfordern.