Zusammenfassung
Es wird über die Zusammenarbeit mit Augenärzten aus der Sicht des Psychiaters, vor
allem aus dem Gesichtspunkt der Psychosomatik und der Arbeit in Balint-Gruppen berichtet.
Es wird dabei über ophthalmologische Erfahrung in einer allgemeinen Balint-Gruppe
und in speziellen Balint-Gruppen vorwiegend für Ophthalmologen berichtet, wobei im
allgemeinen Teil vor allem auch auf die Alltagssprache bezüglich der Augen und des
Blickes eingegangen wird, weil ja die Alltagssprache in der Regel auf körperlich-seelische
Zusammenhänge hinweist. Die Vorteile der Teilnahme an Balint-Gruppen schlägt sich
vor allem darin nieder, dass der Arzt lernt, sich selbst als diagnostisches Instrument
bezüglich seiner Empfindungen und Erlebnisse einzubringen. Daraus resultiert eine
neue Patienten-/Arztbeziehung, die man als Beziehungsdiagnostik und Beziehungstherapie
bezeichnen könnte.
Summary
This paper reports on cooperation between ophthalmologists and psychiatrists as seen
from the latter's standpoint, primarily with regard to psychosomatic medicine and
work in Balint groups. Ophthalmological experience both in a general Balint group
and in a special Balint group mainly for ophthalmologists is described. The “general”
part is mainly devoted to a discussion of everyday language associated with eyes and
sight, since everyday language usually gives clues to psychophysical relationships.
The main advantage of participating in Balint groups is that the practitioner learns
to integrate himself, as a diagnostic instrument, with regard to his feelings and
experiences. This results in a new relationship between patient and practitioner which
could be defined as “relationship diagnostics” and “relationship therapy”.
Schlüsselwörter
Key words